Insgesamt war es ein warmer Sommer an der Nahe und die Trauben waren hochreif am Ende, aber es gab phasenweise sehr kühle Nächte. Das Jahr hat nicht voll durchgepowert, was dann eben bei Fröhlich um Bockenau schon zu mehr Kühle in den Weinen geführt hat als in südlicheren Gefilden. Laut Tim Fröhlich sahen die goldgelben Trauben so schön aus wie 2011, auch fast alles wurde relativ zeitgleich reif von den Gutsweinen bis zu den GGs, da musste man verdammt schnell sein. Komplett Handlese, alle Weine. Aber eben Vollgas. Die Lese begann am 15. September bis Ende September. Perfektes Lesegut, sehr hohe Reife bei relativ hoher Säure – das ist schon genial. Der Vulkangestein kommt zu 100 Prozent aus dem Felseneck, ist also quasi ein Zweitwein von den jüngeren Reben, wobei die Reben auch schon 25 bis 35 Jahre alt sind. Das macht die enorme Qualität und diese berauschende Mineralik des Weines aus. In 2025 ist hier eine 2500 Liter große Partie drin, die so gut und wild und ausdrucksstark ist, dass sie eigentlich ins GG könnte, sagt Tim Fröhlich. Das hebt den Ortswein nochmal auf ein ganz neues Level. Das ist für den Jahrgang wahnsinnig präzise, top gesundes Lesegut, echt ein Laserstrahl von einem reifen, perfekter Schieferriesling. Nur geradeaus, mit feinen Spontinoten, wild und würzig, pfeffrig, mit weißer Johannisbeere, Zitrusabrieb, Graphit, dunkelbeerig. Im Mund Feuersteinsaft, irre salzig, da rollt sich die Zunge. Obwohl er so ein Mineralstrahl ist, hat er eine betörende Feinheit in 2025, weil die Trauben eben so reif waren. Nichts Grünes oder Anstrengendes, aber eben unglaublich viel Fokus nach vorne.