Mazzei: Siepi 2024

Mazzei: Siepi 2024

Holzkiste

Zum Winzer

Merlot 50%, Sangiovese 50%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2050
Verpackt in: 6er OHK
frische Säure
voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
Lobenberg: 97–98/100
Jane Anson: 97/100
Weinwisser: 96–98/100
Italien, Toscana, Chianti und Vino Nobile
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Siepi 2024

97–98
/100

Siepi ist eine Cru-Lage, die seit 1435 im Besitz der Familie Mazzei ist. In weiser Voraussicht wurde die Hälfte der sechs Hektar Rebfläche Anfang der 1980er-Jahre mit Merlot bestockt, die andere Hälfte mit Sangiovese. Siepi steht auf 260 Höhenmetern, hauptsächlich auf kalkhaltigem Alberese-Boden, der aus verwittertem Sandstein und Mergel besteht und zu den allerbesten Lagen von Fonterutoli in Castellina in Chianti gehört. Die sorgfältige Handlese erfolgt von Mitte September mit dem Merlot und endet Anfang Oktober mit der Sangiovese. Nach der Gärung im Stahltank erfolgt der 18-monatige Ausbau in zu 70 Prozent neuen französischen Fässern. Der Merlot reift in 228 Liter fassenden Barriques und die Sangiovese in 500 Liter fassenden Tonneaux. Nachdem der Blend gemacht wurde, reift der Wein anschließend noch weitere drei Monate in Betontanks. Tiefes, undurchsichtiges Rubinrot mit Violett und extrahierten Tränen am Glasrand. Die Nase ist im ersten Moment dicht, dunkel und mystisch angehaucht. Sie schiebt mit schier überwältigender Wucht, üppig, süß und dicht in Form von reifen, süßen Fruchtaromen. Schwarzkirschen, auch Schwarzkirsch- und Cassislikör, gemischte Waldbeeren, reife, süße Brombeere im Spiel mit einem Hauch zarter Minze und etwas Heu. Der Holzausbau brummt dunkel und intensiv darunter. Sandel- und Zedernholz, Nelken, Vanille sowie Torf und duftendem, feuchten Waldboden – die Lage ist vom Wald umgeben und den scheint man im Glas tatsächlich wiederzufinden. Lakritz, dunkle Schokolade und vielschichtige mediterrane Kräuteraromen. Im Mund ist der Siepi beinahe überwältigend saftig! Eine Essenz aus reifer Schwarzkirsche, auch Schwarzkirsch-Gelee, mit Brombeeren und zart duftender brauner Gewürze. Die Tannine sind fein, von beinahe sandiger Textur, aber zugleich seidig und geschliffen. Auch im Mund ist der Wein satt und reichhaltig, dabei passenderweise samtig und weich. Der gesamte Mundraum wird mit süßer Blaubeere, Brombeere und Cassis gefüllt. Aber es ist eben nicht nur süß und charmant, sondern hintenraus auch rassig, druckvoll und zupackend mit der klassischen, dunklen Mineralität des Siepi, die lange nach dem Schlucken noch auf der Zunge nachhallt in Kombination mit der genialen Frische der Sangiovese. Pomerol und Kalifornien lassen grüßen. Ein wunderbar harmonisches Gesamtpaket schlummert in diesem mächtigen Wein, der jung bereits verblüffend gut schmeckt. Zurecht ist der Siepi seit vielen Jahren eines der absoluten Highlights der Toskana! Dieser junge Wein ist ob seiner überschwänglichen Frucht schon erstaunlich zugänglich und hält zugleich die Struktur und das Zeug dazu, lange im Keller zu schlummern unter all der opulenten Frucht verdeckt. Die Familie Mazzei ruht sich nie auf den verdienten Lorbeeren aus – hier scheinen die Weine immer noch besser zu werden.

97
/100

Jane Anson über: Siepi

Layered and full of fragrant spice, cumin, turmeric and underbrush, raspberry and redcurrant fruits, well balanced, great quality. Delivers a slow climb through the palate, just a brilliant vintage of this wine, full of joy. Mazzei family owners, now on their 25th generation.

96–98
/100

Weinwisser über: Siepi

Nicht ganz sauberes Fassmuster mit etwas stumpfer Note, daher ist die Bewertung nur geschätzt. Gute, rassige Struktur mit viel Fleisch und Dichte, etwas metallisch und stumpf. Gutes Potenzial. Je 50% Merlot und Cabernet Sauvignon.

Mein Winzer

Mazzei

Fonterutoli-Mazzei ist eines der bedeutendsten Weingüter der Toskana. Zum Familienbesitz der Weindynastie gehören 650 Hektar Land. 110 Hektar davon sind mit Reben bepflanzt. Trotz all der Tradition des Familienunternehmens gibt es keinen Stillstand, sondern eine stetige Verbesserung sowohl in den...

Siepi 2024