100 Prozent Syrah, und wie alles bei Stephan Ogier biologische Weinbergsarbeit, aber nicht zertifiziert. Spontanvergärung, Ausbau in kleineren und mittleren Holzfässern, zum Teil neu. Die Parzellen von Saint Joseph von Ogier sind im Norden, schon auf Condrieugebiet, aber eben im nicht Condrieu klassifizierten Hinterland der Rhône. In jedem Fall dürfte auch nicht Condrieu auf der Flasche stehen. Saint Joseph liegt südlicher als Côte Rotie und ist diverser in seiner Exposition. Es kann sehr reiche, warme Weine ergeben oder schlankere, feinere. Trotz des warmen Jahres 2023 muss man diesen zu den letzteren zählen. In diesem Jahr sind wir wieder bei einer klassischeren Syrah-Stilistik. Schwarzkirsche, Schlehe und leichter Pfeffer. Dazu eine tolle Würze mit getrockneten Garrigues und etwas Earl Grey. Im Mund eine tolle feinsäuerliche Kirsche. Dazu etwas Roiboos und Walderdbeere. Trotz seiner fruchtigen Saftigkeit ist er super fokussiert und bekommt durch diese hochfeine Würze richtig Zug. Ein wunderschön geschmeidiger Wein!