Lobenberg: Die Parzelle wurde 1998 von Bernhard Huber angelegt. In der Lage »Alte Burg« in Köndringen, 2 km südlich von Malterdingen, hatte er erstmalig burgundische Selektionen von Chardonnay- und Spätburgunderreben gepflanzt. Ein nach Südosten orientierter, windoffener Weinberg, der von hellgelben Muschelkalkadern durchzogen ist. Etwas südlicher in Richtung Freiburg von Malterdingen aus gesehen. Seit 2020 nun auch als Großes Gewächs eingestuft. In 2022 nahezu komplett entrappt, aber wieder ganz dezent mit Rappen gearbeitet, das allerdings niemals zu leiden der brillanten Frucht. Durch den sehr geringen Saftanteil wurde maximal ein bis zwei Mal gestoßen, ansonsten nur ganz sanftes überschwallen. Ausbau in burgundischen Barriques, rund ein Viertel neu, Verbleib für 16 Monate im Fass. Hier wachsen generell sehr kleine Beeren durch eine sehr windoffene Lage, daher arbeitet Julian Huber hier grundsätzlich noch sanfter als in anderen Lagen. Hohe Intensität, druckvoll und versammelt, blühender Rosmarin, etwas dunkle Schokolade, hohe Pikanz und Würze, dunkle Kirschen und Zedernholz, sehr konzentriert, samtig, saftig. Samt und Seide am Gaumen. Dennoch hat es diese betörende Frische, die dem Ganzen einen genialen Kick verleiht, sonst wäre es ja kein Huber. 97/100