Die Trauben stammen aus der Domaine in der Bourgogne von Couche, etwas südlich von seiner Champagner-Domaine. Er hat Reben an einer alten Zisterzienser-Klosteranlage erworben, ein 900 Jahre altes Terroir, das einige Jahrhunderte kaum bewirtschaftet wurde und daher nur als Bourgogne klassiert ist. Vincent Couche belebt diese großen Terroirs jetzt wieder, er hat erst einen Teil in Produktion, weil er vieles komplett neu angepflanzt hat. 13.000 Stöcke pro Hektar, also sehr hohe Pflanzdichte, sofortige Umstellung auf Biodynamie mit Zertifizierung von Demeter. Der Terre de Molesme wächst direkt im alten Clos des Klosters, eine Top-Lage der Vergangenheit. Die Bodenanalysen, die Couche hat machen lassen, haben ergeben, dass der Boden dem zwischen Volnay und dem Corton ähneln. Es ist zu rund zwei Dritteln in Holz ausgebaut und einem Drittel in einer Amphore. Es gibt nur ein paar Tausend Flaschen von diesem Wein, die Produktion wird sich erst in den nächsten Jahren erhöhen. Da der Jahrgang 2024 durch Frost und Mehltau so extrem dezimiert wurde, musste sich Vincent Couche dazu entschließen, die Jahrgänge 2024 und 2025 zu cuvetieren. Ansonsten wäre der Jahrgang 2024 komplett ausgefallen. Somit ist es jetzt also eine non-vintage Füllung. Vincent Couche, der eigentlich Champagne-Winzer ist, ist es gewohnt mit Cuvetierungen und Reserveweinen zu arbeiten. Daher ist diese Vorgehensweise für ihn gar nicht ungewöhnlich, nur im Burgund eben unüblich, in der Champagne überhaupt nicht. Da 2024 eher kühl und schlank war und 2025 sonnig und reif, ergänzen sich die beiden Jahre sehr gut. In der Nase rauchig-mineralisch mit Orangenblüte, Grapefruit, schlanker Quitte und nassem Lehm. Das ist so ein genialer Stoff, wie eine Mischung aus Coteaux Champenois und Chablis, ein Bindeglied dieser hügeligen Weiten auf Kimmeridge-Mergel zwischen Champagne und Bourgogne. Ich liebe diesen Stoff vom ersten Schluck, das ist wirklich genial. So präzise, fokussiert und doch etwas wild und eigenwillig. Best of both worlds.