Vergärung und Ausbau im alten Moselfuder. Durchgegoren auf circa 5 Gramm bei knapp zweistelligen Säurewerten, wie immer ziemlich straight und pur, aber es schmeckt so harmonisch, dass man es im Kopf nicht zusammenbekommt. Muss man probieren, um es zu verstehen. 10% vol. Alkohol im Kabinett trocken, sowas geht fast nur noch an der Saar. Nach dem heftigen Frostschaden in 2024, waren die Reben 2025 wieder deutlich entspannter und der Ertrag war mit 40 hl/ha wieder relativ durchschnittlich. Es ist ein wärmerer, runderer Jahrgang als das extreme 2024, das ist auch bei Falkenstein so. Die Weine sind zart-aromatisch und intensiv mit gutem Säuregrip, aber mit den wärmenden Händen des Jahrgangs im Rücken. Schöne Quittenfrucht, Granny Smith, Butterblume, ein Touch weißer Pfirsich. Im Mund schön saftig, mit Grip und Salz, nicht so grünlich wie 2024, sondern etwas geschmeidiger bleibend. Falkenstein hat ein klein bisschen mehr Fruchtschub dieses Jahr. Aber im Grunde schlank, feinziseliert und enorm lang. Der Wein strahlt!