Late Release in 2026. Die Reben sind recht alt und stehen auf einer eher flachen Lage, die aber sehr steinig und karg ist. Heller Kalkmergel, mit vielen weißen Steinen. In Les Tremblots geht aber immer auch bereits ein Teil der neu angelegten Dichtpflanzungen von Lamy in Puligny ein und je älter diese Reben werden, desto grandioser wird dieser Wein. Enorm konzentriert im Kern, dicht verwoben in gelbem und weißem Pfirsich, Feuerstein, Chinakracher, Orangenblüte. Der Wein ist so kompakt, dass er wie immer viel Zeit und Luft braucht, der reduktive Stil von Olivier Lamy ist etwas für geduldige Trinker. Die Weine sind atemberaubend und groß, aber in der Jugend gibt es viel beeindruckendere Weine als diese leisen Mineralkracher. Dennoch, wer den Weinen die Zeit gibt, der findet kaum etwas besseres als Lamy. Auf der Zunge ein Pfirsich, der wie ein Pfeil losschießt, Austernwasser, man spürt die hohe Spannung, fast ungewöhnlich für das druckvollere Puligny. Großes Kino.