Nahe meets Neuseeland! Dönnhoffs Sidekick in Richtung des anderen Endes der Welt. Von eigenen Reben erzeugen Cornelius Dönnhoff und sein neuseeländischer Kellermeister die zwei klassischen Weinstyles der Sauvignon Blanc-Welt: einmal den neuseeländischen, klaren, stahligen und fruchtbetont-exotischen Stil der neuen Welt, den Marama und daneben die klassische Loire-Variante mit Holzausbau, mehr Oxidation und Textur im Pouri. Pouri ist Maori für Dunkelheit, Marama steht für Licht. Sowohl das weiße Label (Marama) als auch die schwarze Variante (Pouri) wurden vom Kiwi-Künstler Dante Adams entworfen. Die Nase des sichtlich unfiltrierten »Oldword-Style«-Sauvignon Pouri ist leicht reduktiv und dennoch ausladend, Madarine, grüne Aprikose, reife Mirabelle, ein Hauch Maracuja, ein bisschen Holz ist auch spürbar. Der Mund ist druckvoller, dichter und cremiger als der des Marama, das Holz gibt Struktur, dicht gewoben und energetisch schießt der Wein über die Zunge. Ich mag den alte Welt-Stil etwas lieber in seiner dichteren Struktur und der etwas reduzierteren Frucht, aber die stahlige Klarheit des Marama ist auch bestechend. Am Ende ist es reine Geschmacksache.