Dieser klassische »Passito« wird aus sonnengetrockneten Tauben gemacht, die bereits im August bei perfekter Fruchtreife und Säurebalance gelesen wurden. Anschließend im Stahltank mit wilden Hefen vergoren und auch darin ausgebaut. Der Blend aus verschiedenen Jahrgängen hat keinerlei Holzeinfluss, um die schöne aromatische Frucht des Weins zu bewahren. Tiefes, dezent wolkiges Bernsteingold. Ultra-schiebende, immens aromatische und würzige Nase! Reife Mandarine, eingelegte Orangen, Waldhonig, geschmolzene braune Butter, Karamell, Zimt, Sternanis, Eisenkraut, weiße und gelbe Blüten sowie getrocknete, wilde sizilianische Kräuter. Reichhaltiger, sehr süßer, cremiger Mundeintritt, der sofort von viel zitrischer Frische gezügelt wird. Durch seine harmonische Säure wirkt der Stoff nicht ganz so konzentriert und ultrasüß wie Donnafugatas Ben Ryé, auch wenn er ihm aromatisch ähnelt. Mmmh – flüssiger Honig, Bitter Lemon, Nektarinenschale – auch in der Haptik – sowie angeflammte Orange und saftige, aromatische Mandarine. Im Nachhall bleiben opulente weiße Lilien und angeschlagene rote Äpfel auf der Zunge. Trotz seiner reichhaltigen Süße ist dieser Stoff ganz und gar nicht klebrig, sondern er wirkt im Nachhall sogar so frisch wie ein Tonic oder ein Orangen-Negroni mit angeflammter Schale, getragen von einer feurigen Kombination aus braunen Gewürzen, Chili und weißen Blüten. Auch tolle salzige Noten kommen dazu. Ein wirklich wunderbar attraktiver, trinkiger Süßwein und ein perfektes Match zu Apfel- oder Birnen-Tarte-Tatin oder auch exotischen Desserts, zum Beispiel mit Rosenwasser. Sehr schick!