»Marie Sophie« bildet die Spitze im Bereich reinsortige Sauvignon Blancs bei Laible, deshalb auch nach seiner Tochter benannt. Das ist Sauvignon-Genetik aus Pauillac. Zuvor hatte ich Chara im Glas, der mich bereits beeindruckt hat, jetzt kommt mit diesem Wein quasi die Turboversion davon. Marie Sophie setzt nochmal einen drauf – schon in der Nase so viel mineralische Substanz. Kräuterig unterlegt mit Melisse, feine Kühle lässt auch fast an Minze denken. Dazu gelbe Frucht von reifem Pfirsich und Zitronenschale, mit etwas Luft fächert das ganze dann weiter auf und geht in eine exotischere Richtung. Feiner Schub aus Passionsfrucht und Mango mit kalkiger Unterlage. Am Gaumen ist das wunderbar geschliffen mit einem sehr schicken, zupackendem Säurekick. Ordentlich Druck und Tiefe, vibrierende Mineralität trifft auf vollsaftige Frucht. Man ist das toll und einfach auch sooo lecker und trinkig, strahlt dann dabei auch irgendwie gewisse Größe aus. Wirkt nie kompliziert oder sperrig, schmeckt jetzt schon einfach grandios und wird sich noch gut weiterentwickeln. Komplex und zugänglich – Alex beweist hier wieder ein Händchen für die große Balance.