Lobenberg: Der Sonnenberg liegt auf dem Plateau oberhalb von Sulzfeld, windoffen gen Westen und eher kühl, daher recht spät reifend. Die Reben sind zwischen 30 und 55 Jahren alt, also durchaus schon sehr profund. Immer gut wasserversorgt. Die Lage ist hoch genug, dass sie aus dem klassischen Muschelkalk herausgeht und schon Richtung Keuper, Gelbkalk, läuft. Die Aromatik ist hier also etwas anders als in den restlichen Silvanern von Luckert. Der Sonnenberg ist immer schon jung zugänglich und offen, hat eine verführerische Frucht, obwohl er immer etwas dunkler und lakritziger ist. Neben dem Sulzfelder Berg 1G, der neuen Ersten Lage von Luckert, kommt der Sonnenberg mit dichter und mit mehr gelber Frucht. Er hat mehr Schmelz und ist immer ein cremiger, dichter Wein, der verführt und einfach hedonistisch ausgelegt ist. Da gehen wir mehr in die Mirabelle und die Williamsbirne, ein Touch Silvaner-Erdigkeit ist auch dabei, aber bei Luckert ja immer eher dezent ausgeprägt. Er bildet einen enormen Spannungsbogen aus seinem höheren Fruchtdruck, ist saftiger und etwas umarmender in seiner cremigen Dichte. Und schön lang ist er. Diese finessenreichen, seidigen Silvaner von Luckert sind traumhaft schön zu trinken.