Wir sind jetzt nahe Cornas in Saint-Péray der Fortsetzung von Saint-Joseph. Also sehr viel Sonneneinstrahlung. Die Mischung im Boden ist Granit mit Kreide. Eine sehr interessante Zusammensetzung. Die Nase zeigt druckvolle weiße Steinobstfrucht. Sehr viel weißer Pfirsich, aber auch weiße Birne und sehr viel Stein. Geradlinig und mit extrem feinem Schliff. Leichte Krautwürze darunter. Dann ein extrem spannungsgeladener Mund. Hier haben wir den Gegenspieler zum weißen Crozes-Hermitage. So viel Gestein, so viel Druck, So viel salzige Mineralität, Spannung und Schärfe! Unglaubliche Power… Ich muss noch Luft lassen für den weißen Hermitage, der 2025 der Oberhammer ist, aber ich bin von diesem Saint-Péray total begeistert. Der Wein ist mindestens auf dem gleichen Level wie der superbe Crozes-Hermitage Blanc, ja sogar eine Spur darüber. Und einer der besten Saint-Péray, die ich bisher probiert habe bei Tardieu. Ganz am Ende ist er vielleicht sogar dem 2021er noch einen Hauch überlegen. Das ist völlig abgehobener Top-Stoff, was Tardieu da von der Nordrhône erzeugt hat. *** Tardieus Saint-Péray kommt vom Rand des Cornas-Bergs aus zwei verschiedenen Lagen, überwiegend mit Kalksteinböden. 75 Prozent Marsanne und 25 Prozent Roussanne. Die Marsanne-Reben sind zwischen 50 und über 100 Jahre alt, die Roussanne-Reben über 40 Jahre. Nach der langsamen Ganztraubenpressung wird der Most spontan im neuen Barrique vergoren. Die Malo und der zwölfmonatige Ausbau geschehen ebenfalls in Barriques, teils neues Holz, teils Zweitbelegungen. Kein Schwefel in den ersten 6 Monaten. 13,5 Volumenprozent Alkohol. Keine Schönung und Filtration vor der Füllung in die Burgunderflaschen. Seit dem Jahrgang 2020 mit der teuersten Korkvariante von DIAM ausgestattet, die neben Naturkork 100 Prozent natürliche Materialien wie Rizinusöl und Bienenwachs enthält.