Der Wein wird in 2025 sehr von der etwas frischeren Grenache Gris und aromatischer Bourboulenc dominiert. Das gibt viel Struktur in so einem heißen Jahr, das hält den Wein leichter auf den Füßen, was in diesen trockeneren Jahren dem Trinkfluss sehr zugute kommt. Mit diesem perfekten Händchen für Blends schaffen Tardieus jedes Jahr, dem Jahrgang das Beste abzugewinnen. Dank der vielen weißen Rebsorten in Châteauneuf kann man hier hervorragend spielen. In den letzten Jahren haben Tardieus sich immer mehr den alten autochthonen Rebsorten wie Bourboulenc und Grenache Gris, Clairette zugewendet und haben die Grenache Blanc und Roussanne etwas heruntergefahren. Das ist ihr entgegenkommen zu den immer heißeren und trockeneren Jahren. Es ist neben dem Vacqueyras der elegantere und feinere Wein. Obwohl der Vacqueyras so gut ist, setzt der Châteauneuf noch einen drauf mit der größeren Erhabenheit. Viel Druck und sehr typisch Châteauneuf, aber fern jeder Opulenz, wir bleiben wunderbar saftig und fast kühl im Antrunk. Schon von der Klasse in Richtung der weißen Topweine von Vaudieu tendierend, die ja auch dort oben auf dem Plateau de Mont Redon und zum Teil auf La Crau wachsen. Ein hochintensiver und spannender Châteauneuf in der typischen Stilistik. Er steht für zwei Minuten im Mund und kommt mit einer leichten cremigen Süße und dann zieht er eben in die feine Salzigkeit nach und nicht zu karamelligem Fett. Das Ganze unterlegt mit Zitronengras, etwas Grapefruit und einer leichten Chilischärfe. Der Wein gehört zu den großen weißen Châteauneuf aus dem Hause Tardieu. Superber Stoff! *** 50-70 Jahre alte Reben von den Terroirs Les Gardioles, Cabrieres und Les Bédines, klassisch feine Châteauneuf-Terroirs. 30% Grenache mit 30 Clairette, 25% Roussanne, 10% Bourboulenc und 5% Piquepoul. Nur 13,5% Alkohol. Ganztraubenmaische und Presse, spontane Fermentation und Ausbau 9-12 Monate im neuen und ein- bis zweijährigen Burgunder-Barrique aus Allier und Troncais. Keine Malo, keine Schönung und Filtration. Diam-Kork.