Auch der Châteauneuf Classique besteht aus sehr alten Reben, sie sind zwischen 60 und 80 Jahren alt. Im Keller werden die Trauben zur Hälfte nicht entrappt, das tut dem Jahrgang sehr gut. Obwohl er schon sehr viel Tannin und Konzentration mitbringt, braucht er die Rappen. 2025 wird keine Cuvée Vieilles Vignes produziert, weil es einfach durch die hohe Trockenheit zu wenig Menge gab. Die Trauben gingen alle in diesen Classique, der auch aus Toplagen wie Les Bédines, La Crau und dem Plateau de Mont Redon kommt. Es gibt nur rund 3000 Flaschen des Classique in 2025, normalerweise sind es an die 10000, das ist schon dramatisch weniger. Die Tardieus sind in Châteauneuf eben noch selektiver gewesen, weil es die inkonsistenteste Appellation war laut Michel Tardieu. Man musste sehr gut wählen, aus welchen Lagen und Reben das beste Material kam. Alte Reben auf den Plateaus haben definitiv besser geliefert. Der Wein hat einen sehr harmonischen Auftritt, alles passt, alles schick. Tiefe rote Frucht, viel Kirsche, zerdrückte Erdbeere und Waldhimbeere sind dominant, ganz hinten auch etwas Grapefruit, was dem Wein eine gewisse Eleganz und Frische mitgibt. Die 80 Prozent Grenache spielen ihre Stärke aus in einem konzentrierten Jahrgang, das ist klar. So fein, so verwoben. Einfach elegant und schick, was auch an der Abwesenheit von Mourvèdre liegt, sodass wir noch feiner werden. Das Ganze in Verbindung mit der roten Frucht bringt das viel Charme, ohne ganz groß zu sein, aber super lecker! Alles passt, traumhafte Harmonie und Balance, sehr schick und in diesem Preisbereich ein hochspannender Châteauneuf-du-Pape. *** Die Cepage in 2025 ist 80 Prozent Grenache und 20 Prozent Syrah. Die Grenache ist 80 bis 100 Jahre alt, die Syrah rund 50 Jahre. Der Wein hat 14,5 Volumenprozent Alkohol. 50 Prozent Ganztrauben in der spontanen Fermentation im Betonfuder. Danach erfolgt der Ausbau für 12 Monate in Barriques mit Zweit- und Drittbelegung. Anschließend wird der Wein für weitere 12 Monate in große Doppelstückfässern von Stockinger gelegt. Die Weine werden nicht geschönt und nicht filtriert, bevor sie in die Burgunderflaschen gefüllt werden. Seit dem Jahrgang 2020 mit der teuersten Korkvariante von DIAM ausgestattet, die neben Naturkork 100 Prozent natürliche Materialien wie Rizinusöl und Bienenwachs enthält.