Eine trockene, früh geerntete Auslese aus den ältesten Lehm-Kalkstein-Plots des Weinguts. Die ältesten Semillons und Sauvignon Blancs mit winzigen Erträgen aus Biodynamischen Anlagen finden Eingang in die spontane Vergärung im Holzfass. Es gibt nur 5000 Flaschen. Ausbau auf der Hefe im neuen und gebrauchten Barrique. Brillant und strahlend im Grün-Gelb. Satte Gelbfrucht-Nase mit Reineclaude, Kiwi und Litchie, ein Hauch grüner Tee und gelb-weißes Steinobst. Assoziationen an Palomino Fino und Chenin Blanc, fein im Aroma und doch ausdrucksstark. Unerwartet frischer und wahnsinnig intensiver, vibirierender Gaumen mit weißem Pfirsich, Steinobst, grüne Aprikose, Kumquat, Sanddorn, Zitrus und viel Passionsfrucht. Geniale Frische aus gelber und sogar roter Frucht, sehr viel Druck aber ohne Fett. Wieder Reineclaude, erstaunlicher Weise auch viel mineralischer Druck mit Feuerstein und salzigem Kalkstein. Komplexer, runder, kraftvoller Gaumen. Haselnüsse und Orangenzesten, Reineclaude und Passionsfrucht nebst Sanddorn und Kumquat und Aprikose im langen Nachhall. Für mich ganz ohne Frage der spannendste und beste weiße Sauternes nach dem Ygrec von Yquem, wahrlich nicht weit dahinter, sogar stärker in der Frucht. Am zweiten Tag nach viel Luft fast noch ausdrucksstärker, ein geniales Unikat, Semillon vom richtigen Terroir und vom richtigen Winzer kann echte Weltklasse! Eben auch trocken! Ein großer Wein!