Der Blend aus Shiraz, Grenache, Mataro (Mourvèdre) und Viognier ist Henry Evans gewidmet, der 1853 die ersten »sieben Acres«, also etwas weniger als drei Hektar, des Keyneton Estate mit Reben bepflanzt hat. Er erwarb sich damals innerhalb kürzester Zeit den Ruf des besten Winzers, bis er 1868 starb und sein Weingut geschlossen wurde. Der Viognier des »Henry’s Seven« wurde gemeinsam mit dem Shiraz vergoren. Das verleiht dem Wein einen wunderbar aromatischen Touch und führt erstaunlicherweise dazu, dass die Farbe im Wein später stabiler bleibt. Grenache und Mataro wurden jeweils separat vergoren. Der 10-monatige Ausbau erfolgte dann nach Rebsorten getrennt hauptsächlich in gebrauchten (nur 10 Prozent neuen) 300 Liter fassenden Hogsheads aus französischer Eiche. Der Wein steht in leuchtendem, beinahe tiefem Rubinrot mit Violett im Glas, die eingefärbten Tränen am Glasrand verraten Konzentration. Eine wunderbar exotische Nase voll süßer, reifer roter Kirsche und Erdbeere steigt gemeinsam mit hochreifer Himbeere und Brombeere aus dem Glas. Warmes Kerzenwachs, Piment, Vanille und aromatische, braune Gewürze wie Sternanis, Tabak und Zedernholz harmonieren mit dem kühlenden, kräutrigen Aroma von Menthol und Eukalyptus. Ein geniales Sammelsurium an Aromen! Der saftige Mundeintritt offenbart reife Kirsche und die erstaunliche Säure frischer Brombeeren und schwarzer Johannisbeeren. Die Tannine sind samtig geschliffen, und doch bauen sie sich auf der Zunge langsam auf. Ein Hauch von After Eight mit Sauerkirsche und Eukalyptus-Bonbon zeigt sich im erstaunlich definierten und erfrischenden Nachhall. Dieser Wein hat sich über die Jahrzehnte hinweg nicht ohne Grund als einer der meistgeliebten und verlässlichsten Klassiker Australiens etabliert – er nimmt einen offenherzig in seine saftigen Arme, ganz ohne dabei zu fest zuzudrücken oder schwer zu sein. Einer meiner Lieblings-»Go-to«-Weine aus Australien!