In diesem Wein werden die Trauben der jungen Reben aller 7 GG Lagen des Gutes zusammengeführt. Der Wein soll im Grunde in die Position zwischen dem Gutsriesling und den Ortsweinen positioniert werden. Das ist der erste Riesling in der Range an dem Karsten Peters Herz so richtig hängt. Der Just Riesling ist eher ein kleiner Spaßmacher, der 7 Teroirs ist aber schon ein richtig ernsthafter Terroirwein, der perfekt für Gut Hermannsberg steht. Er hat schon die gewisse kompromisslose Steinigkeit und Kargheit dieser extremen Weinberge hier. Kellermeister Karsten Peters nennt dies den emotionalen Gutswein von Hermannsberg, weil dieser Wein in seinen Augen für die Typizität und die Stilistik des Gutes quasi das Eingangstor ist. Er hat unglaublich Druck und Ausdruckskraft. Spontanvergoren und ausgebaut im Edelstahl, wie der Just Riesling, nur eben aus den Top-Lagen überzeugend. Hohe reduktive Spannung in der Nase. Duftet nach nassem, kühlem Stein, nach Kiesgrube und Feuerstein. Dazu etwas Orangenöl und gelbe Kiwi, grüner Tee. Im Mund kommt die grünliche Spannung aus der grade so reifen Grapefruit dazu, Zitronengras, grüne Quitte. Wunderbar straff, kühl, aber so balanciert, cremig, mit hohem Extrakt, der die ganze Mineralität und Frische super abpuffert. Riesiger Spannungsbogen, aber auch diese feine Steinobstfrucht. Man spürt sofort, dass hier hochwertige, total reife Trauben von erstklassigen Böden drinstecken. Der Wein strahlt schon so viel Gut Hermannsberg aus in seiner kühlen Steinigkeit, in seiner Strahlkraft. Ein richtiger Kracher – und ein gewaltiger Schritt in Richtung Terroir und Bodengeschmack von den Gutsweinen kommend. 93-94/100,