Gewachsen auf rotem Schiefer (hoch verdichteter, gepresster Ton), Blauschiefer (Kupfer) und Quarzit. Dieser Wein kommt zu 100 Prozent aus dem Frühlingsplätzchen, darf aber aufgrund der VDP-Bestimmungen nicht mehr so genannt werden, deshalb jetzt Frühtau. Es ist quasi der Zweitwein des Frühlingsplätzchens. Qualitativ sicher auf dem Niveau vieler Rieslinge, die als Erste Lagen gefüllt werden. Der Ausbau ist identisch mit den Großen Gewächsen, also Spontangärung und Ausbau im großen Holz. Im Frühlingsplätzchen gibt es genug Erdauflage, es ist nicht so ein extrem karger Boden wie im Halenberg. Entsprechend gab es hier keinerlei Trockenstress im Sommer. Der Frühtau wächst zudem auf einem etwas lehmigeren Teil. Er ist etwas fruchtbetonter und expressiver als der mineralischere Halgans, wir haben etwas mehr rötlich schattierte Frucht, Nektarine, Grapefruitschale, Orangenblüte. Ein geschmeidiger, fast seidiger Antrunk, die Säure ist moderat und schmiegt sich nahtlos in den zart-cremigen Körper ein. Er hat weniger Tanninbiss als der Halgans, ist trinkiger, fruchtexpressiver, explosiver und animierender, wenngleich der Halgans wohl etwas mehr mitbringt in Sachen Finesse. 93-94/100,