Eine Parzelle, die in einer Linie über Beaune Grèves sitzt, aber ein gutes Stück höher. Es ist mit die höchstgelegene Parzelle, direkt am Waldrand, etwas über 300 Meter hoch. Ein sehr interessantes Terroir. Sehr steinig, viele helle Kalksteine übersäen den Boden. Biodynamische Bewirtschaftung nach Biodyvin, wo Giboulot auch im Vorstand ist. Spontangärung und Ausbau in gebrauchten burgundischen Barriques. Minimale Filtration vor der Abfüllung nach rund einem Jahr. Dieser Wein zeigt die ganze Faszination von Giboulots Weinen und auch ganz klar diese speziellen Hochlagen über Beaune. Eine sehr eigenwillige Nase mit einem ganzen Strauß von Kräutern und Frühlingsblumen, Akazie, Pinienkerne. Man kann nur wenig Frucht ausmachen, sehr erdig-terroirgetrieben in seiner Auslegung. Das ist typisch für Giboulot, diesen kompromisslosen Biodynamiker, der einen ganz eigenen Burgunder-Stil hat, kaum vergleichbar mit irgendwem. Vielleicht ein bisschen Pierre Morey, aber der hat deutlich wärmere Terroirs in Meursault. Bei Giboulot geht es immer um hohe Spannung. Austernschalen, weiße Blüten. Grande Chatelaine geht ein bisschen in Richtung Chablis mit dieser hellen Steinigkeit. Sehr direkt und straight im Mund, salzig, auch hier maritime Aromen von Muschelschalen und Kräutern, sehr erdverbunden in der Aromatik, aber mit viel Frische und floraler Leichtigkeit. Ein faszinierender Wein, total eigenständig in seinem Höhenlagencharakter über Beaune, Burgund meets Jura oder Savoyen. Giboulot verlegt Beaune kurzerhand an die Alpen, total unique.