Die 1,5ha bestehen aus drei Parzellen. Quarzit, Schiefer und Lössboden. Aus alten Reben. Typisches Kesseler Rezept. Abgepresst aus Ganztraube mit maximal fünf Stunden Standzeit. Dann überwiegend mit Spontanhefe im Edelstahl vergoren. Der Wein verbleibt 6 Monate auf der Vollhefe, dann wird er abgestochen, und bleibt bis zur Füllung auf der Feinhefe. Also Gesamthefekontakt von einem knappen Jahr. Sehr typische Rüdesheimer Berg-Nase einerseits, aber eine ungeahnte, köstliche Brillanz und mineralischer Feinschliff. Geradezu tänzelnd! Roseneck ist hoch oben am Hang, hat einen deutlichen Waldeinfluss und ist kühler als der tiefer liegende Berg Schlossberg. Süßlich-herbe Zitronenzesten, weißer Pfirsich, weißer Pfeffer, Feuerstein und Graphit. Der Roseneck erinnert in seiner hellen Frucht immer ein bisschen an Weißburgunder, im Mund jedoch ist er ein rassiger, glasklarer Riesling mit der stahligen Art der Rüdesheimer Hochlagen. Wirklich fein und geschliffen, mit dramatischem Zug nach hinten. Der Schlossberg zeigt schon mehr, ist etwas umarmender und geschmeidiger, das Roseneck ist klassisches Rheingau wie anno dazumal. Beide sind herausragend, der Schlossberg hedonistischer, das Roseneck etwas ziselierter.