Einfach mitreißender Stoff in diesem Jahr, das schon an eine moderne Version von 2008 oder 2004 erinnert. Ich glaube, das wird großartig reifen. Hohe Extraktwerte und sehr hohe Weinsäureanteile. Hier wird sehr traditionell mit langem Hefelager und Spontangärung im Moselfuder gearbeitet. Das sorgt für eine Balance, Rundheit und Harmonie, wie sie an der Mosel nur selten zu finden ist. Die Reben sind 70 bis 90 Jahre alt und stehen im Kernbereich, dem absoluten Filetstück der Sonnenuhr. Allerbestes Terroir. Der Wein ist mit klassischen 45 bis 50 Gramm Restzucker angelegt und weit im zweistelligen Bereich der Säuren. Die Säure total on Point, die Frucht schwebend elegant. 2024 ist ein Jahrgang, bei dem alle Kabinett-Fans auf die Knie gehen werden. Diese hauchfeine Transparenz und Klarheit sind Weltklasse. Ganz feine Beerentöne, frische Trauben, Quellwasser, süße Minze, weiße Blüten. Der Mund ist der Hammer, weil der Wein so irre viel Zug hat. Die Trinkgeschwindigkeit ist immens, die Flasche leer sich von selbst. Dabei gibt es ja leider immer zu wenig von diesem Stoff aus den uralten Reben. Wie kann diese irre Säurefrische und die berstende Salzigkeit so fein daherkommen?! Muss man probiert haben, um es zu glauben. 96+/100