Es ist ein klassischer Meursault mit Power und Substanz, ein bisschen oldschool wie früher. Perrières ist die Toplage in Meursault und der einzige potenzielle Grand Cru. Jeder rechnet damit, dass Perrières bald auch zu einem Grand Cru ernannt wird. Es ist die einzige Lage in Meursault, die diese einzigartige Größe und Erhabenheit ausstrahlt. Wie immer bei Jadot wird auch bei diesem Wein eine Ganztraubenpressung durchgeführt, dann im Stahl an- und im Barrique zu Ende vergoren und ausgebaut. Nach 12 Monaten auf der Vollhefe werden die Weine zum ersten Mal abgestochen und weitere sechs Monate im neuen Holz ausgebaut. Selbst im kühleren 2024 hat Jadot bei vielen Fässern die Malo geblockt, sodass etwas mehr pikantere Äpfelsäure stehen bleibt. Das gibt diesem an sich recht reichen, üppigen Jahrgang eine schöne Frische und sehr viel Würze mit. Die Hochlage von 260 Metern zeigt sich in der minzigen Frische der Nase. Er zeigt nur wenig Frucht, ein bisschen Zitrusabrieb, Zitronenthymian, Kalkstaub, leicht rauchig. Sehr kompakter, wahnsinnig frischer Mund mit dichtem Gerbstoff, der den Mundraum komplett einnimmt, Salz, Meeresbrise, wieder Minze, weiße Frucht. Wow, ist das ein kanalisierter, straffer Stoff. Bitte nicht vor 10 Jahren öffnen oder zwei, drei Tage Zeit lassen, wenn man ihn jung probieren mag.