Lobenberg: Der Altenberg liegt rund 100 Meter höher als die Lagen in Niedermennig, die Böden sind etwas tiefgründiger, wüchsiger, hier kommt ein bisschen mehr Power aus der Lage. Folglich erntet Familie Weber hier immer Spätlesen. Feine feuersteinige Reduktion in der Nase, wirkt sehr kühl, Sommerregen, Kiesgrube, Limonen, Zitronengras und Kräuterlimonade. Der Mund ist wahnsinnig salzig, darüber schöne gelbe Frucht in 2022, etwas runder für Falkenstein, aber dennoch kräuterig und kühl, viel Zitronenmelisse, weiße Johannisbeere, Almdudler. Der Altenberg ist dieses Jahr richtig schön druckvoll, geradezu lecker, dennoch hat er diese feuersteinige Struktur, diesen enormen, ungeschönten Grip, der den Speichelturbo zündet. Wenn man gerade meint es wäre zu karg, greift man wieder zum Glas und will mehr und mehr. Das ist die Kunst der Winzer Weber. Der Altenberg ist richtig lecker in seinen reifen Limettenfrucht in 2022, wie Riesling-Limonade von der Saar. 94-95/100