Ferraton Pere et Fils: Crozes Ermitage Le Grand Courtil 2025

Ferraton Pere et Fils: Crozes Ermitage Le Grand Courtil 2025

BIO

Zum Winzer

Serine 100%
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2029–2045
frische Säure
tanninreich
Lobenberg: 95–96+/100
Frankreich, Rhone, Nordrhone
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Crozes Ermitage Le Grand Courtil 2025

95–96+
/100

Le Grand Courtil kommt aufgrund seines anderen Terroirs erwachsener und gleichzeitig deutlich feiner rüber als der Pichères, den es seit 2023 auch gar nicht mehr gibt in der Parcellaire-Range. Der Grand Courtil wächst auf Sedimentböden mit Galets Roulés, wie in Châteauneuf du Pape, Westhang mit alten, über 50 Jahre alten Reben – das bringt eine wunderbar konzentrierte Himbeere. Dass das Terroir Châteauneuf ähnelt ist wirklich witzig, denn vom Charakter ist dieser Syrah eher das Gegenteil. Es ist immer mit der straffste und saftigste, auch kühlste Wein unter den Crozes. Damien hat bereits Anfang August festgestellt, dass die Reife noch schneller voranschreitet als gedacht. Am Ende war 2025 fast so frühreifend wie 2003. Die Lese begann in Les Oliviers Blanc bereits am 19. August und die weißen wurden in den anschließenden Wochen durchgehend gelesen. Die Roten hat Damien noch etwas hängen lassen, um die einsetzenden Regenfälle Anfang September abzuwarten. Alles was vor dem Regen gelesen wurde, ist hyperkonzentriert und sehr fest gebaut, nach dem Regen gelesen waren die Trauben etwas eleganter, es gab mehr Saftausbeute, die Tannine sind etwas zarter ausgefallen. Es ist Damien Brissets 21er Jahrgang bei Ferraton, die Domaine kann von seiner riesigen Erfahrung profitieren, genau den richtigen Lesezeitpunkt in jeder Parzelle zu treffen. Und in den letzten Jahren wird er immer präziser. Er hat sein Team auf immer schnellere und fokussiertere Lesegänge eingestellt, teilweise wird 3 mal in derselben Parzelle gelesen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, um noch mehr Komplexität zu erreichen. Das ist der Schlüssel wie man diese modernen Jahrgänge mit wirklicher Größe in den Keller bringt. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Nichtsdestotrotz reiht sich 2025 in die Reihe der heißen Blockbuster wie 2022, 2023, 2019 etc. ein. Es ist ein enorm konzentrierter, reicher Jahrgang, dem Damien Brisset eine erstaunliche Eleganz entlockt hat. Wir sind in 2025 zurück in einer dunkleren, reicheren Frucht als 2024. Das ist schon erstaunlich, was hier aus dem Glas kommt. Neben Schwarzkirsche bis zum Abwinken hat der 2025er auch etwas Speckiges, zudem sehr viel Stein, dann kommt etwas Lakritze, Zimtstange. So monolitisch der Antritt ist, so weit aufgefächert sind die Aromen und Texturen. Es gibt extrem viele sehr gute Crozes, aber gar nicht mal so viele wirklich große Crozes-Hermitage, das ist einer davon. *** Der Lieu-dit Le Grand Courtil wurde 1971 von Michel Ferraton persönlich gepflanzt. Es ist eine Hanglage mit 15 Grad Neigung und einer Exposition nach Südwesten. Sie umfasst nur einen halben Hektar. Es sind die höhergelegenen Parzellen von Ferraton in Crozes-Hermitage. 100 Prozent Syrah auf Sedimentgestein, Kalk und Kieseln. Die Methode Ferraton folgt im Grunde immer einem ähnlichen Schema: Biodynamie in den Weinbergen mit sehr viel Handarbeit aufgrund des hohen Anteils an Steillagen. Für die Signature-Linie werden gekonnte Assemblages von den besten Parzellen zusammengeführt. Meist werden gewisse Anteile an Ganztrauben mitvergoren, wenn es die Lagen und der Jahrgang zulassen, so wie es passt. Die Signature-Linie steht für das Savoire-Faire des Hauses. Bei der Parcellaire-Linie hingegen werden nur Einzellagen abgefüllt, sowie alles vor der Gärung komplett entrappt, weil Winemaker Damien Brisset keinerlei Einfluss nehmen möchte, nur das Terroir soll sich unverändert ausdrücken. Vergoren wird spontan im Beton. Danach wird ganz sanft abgepresst, überwiegend nur der Free Run Juice verwendet. Die Vinifkation erfolgt seit 2022 vollständig ohne Schwefelzugabe. Der Ausbau geschieht in Barriques und Demi-muids, sowie Stückfässern. Die Neuholzanteile sind stets gering, meist um 10 bis 20 Prozent.

Mein Winzer

Ferraton Père et Fils

Samuel Ferraton, Vertreter der vierten Generation im Weingut, gab 1998 dem Haus einen neuen Impuls durch eine finanzielle Partnerschaft mit dem Haus Chapoutier bei gleichzeitiger Wahrung der qualitativen Unabhängigkeit.

Crozes Ermitage Le Grand Courtil 2025