Diese Monopol-Lage, die als Große Lage eingetragen ist, hat insgesamt vier Hektar, aber nur aus einem Hektar der ältesten Reben kommt dieses GG. Die Lage besteht im Grundsatz zwar aus Buntsandstein, aber es gibt auch dieses Teilstück, aus dem dieses GG kommt, wo sehr viel purer Felsen mitspielt. Helmut Dönnhoff hat vor langer, langer Zeit angedeutet, dass hier im Höllenpfad ein potenzielles Großes Gewächs stehen kann und mittlerweile gibt es das auch seit ein paar Jahren. Buntsandstein mit extrem viel Felsen dazwischen. Der Höllenpfad liegt in Roxheim, in einem kühlen Seitental hinter Bad-Kreuznach. Neben dem Krötenpfuhl Er ist total anders als die Lage an der Nahe, vor allem eben wegen diesem Sandstein, wie ihn Fürst hat, wie ihn Rebholz in der Südpfalz hat und auch die Rheinfront am Roten Hang. Die Nase ist einen Ticken ruhiger als beim Höllenpfad 1G. Es ist der rotfruchtigeren und charmanteren Art immer mit das zugänglichste GG bei Dönnhoff. Schon der Duft bezaubert mit blumiger Rotbeerigkeit, Veilchen, Rosenblätter, Muskatnuss, Nektarine, Kumquat. Sehr viel Spannung. Das Erstaunliche: Der Wein ist längst nicht so dramatisch-mineralisch wie es die Lage Höllenpfad andeutet, sondern er hat Größe und Erhabenheit, eben die höhere Reife als die erste Lage außenherum. Er ist weniger steinig-verschlossen als die Lagen in Niederhausen und Schlossböckelheim, zeigt mehr früher. Ich mag diese schlanke, ziselierte Art von 2024 sehr, das ist so pur und elegant wie nur was. Der rote Tonschiefer kreiselt auf der Zunge. Da ist richtig Musik im Glas!