Phelan Segur: Chateau Phelan Segur 2025

Chateau Phelan Segur 2025 0,375 l

Holzkiste

Zum Winzer

Cabernet Sauvignon 65%, Merlot 30%, Cabernet Franc 3%, Petit Verdot 2%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2032–2060
Verpackt in: 12er OHK
strukturiert
pikant & würzig
voluminös & kräftig
Lobenberg: 97–98+/100
Suckling: 96–97/100
Yves Beck: 96–97/100
Alexandre Ma: 95–97/100
Gerstl: 19/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Estephe
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Phelan Segur 2025

97–98+
/100

Die Erträge sind mit 29 Hektoliter wieder extrem niedrig. Die Pflanzen haben sich in der Blüte an den schweren Jahrgang 2024 erinnert. Trotz toller Bedingungen gab es hier also nicht mehr Menge. Das gleiche hatten wir auch schon bei Pichon Lalande. Der Erstwein von Phélan Ségur besteht 2025 aus 65 Prozent Cabernet Sauvignon, 30 Prozent Merlot, drei Prozent Cabernet Franc und zwei Prozent Petit Verdot. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa 13,5 Volumenprozent, der pH-Wert bei 3,73. Die Nase ist aromatisch, dicht und einfach hochintensiv. Von der Cabernet dominiert, aber superfein und extrem geschliffen. Nichts ist rau, nichts ist grün. Alles ist hochreif. Trotzdem ist der Wein beschwingter, eleganter, seidiger und finessenreicher als beispielsweise der große 2022er. Hier ist sehr viel poliertes Tannin im Spiel. Sehr viel Schwarzkirsche und ein Hauch von Johannisbeere. Aber wie ich schon sagte: ultrafein! Der Mund bestätigt die Nase. Es gibt überhaupt nichts Grünes, nichts Kantiges, sondern einfach nur einen wunderschön seidigen Fluss. Rote Johannisbeere und schwarze Johannisbeere, aber alles ohne Aggressivität, nur sanft gleitend… Die Brombeere ist gar nicht so vibrierend, wie diese Frucht sein kann, sondern einfach nur total geschliffen und chic. Aromatisch wie 2023 und durchaus kraftvoll wie 2022. Aber dann eben mit enormer Finesse und sehr früh zugänglich. Der Wein erinnert mich sehr an Pichon Lalande in diesem totalen Schliff. Er hat natürlich nicht ganz die Größe. Aber in seiner Feinheit, Poliertheit und Trinkigkeit ist das ein tänzelndes Wunderwerk! Einfach nur fein, schön und lecker. Ein Wein wie er sein soll, ohne zu überfordern. Das ist unanstrengender Chic und einer der köstlichsten, leckersten und großartigsten Phelan aller Zeiten. Und Phelan ist früh zu trinken und verdammt langlebig dabei, alles wie es sein soll, großartiger erster Verfolger von Montrose und Cos! *** Der Ire Frank Phélan vereinte Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden bis dahin unabhängigen Güter »Clos de Garramey« und »Château Ségur« zu einem Anwesen, dem malerisch gelegenen Château Phélan Ségur. Das Anwesen umfasst 70 Hektar Weinberge. Die Reben sind im Durchschnitt 35 Jahre alt. Phélan Ségur hat in den letzten 10 Jahren unheimlich viel in die Weinberge investiert. Michel Rolland ist hier Consultant, was dazu führt, dass im Weingut mehr auf die Reife gesetzt wird. Diese Reife erreicht man allerdings nicht ohne eine dichtere Pflanzung und mehr biologische Weinbergsarbeit. Auch wird selbstverständlich per Hand gelesen. Die Beeren werden komplett entrappt und nochmals mit einer optischen Laser-Sortiermaschine nachsortiert. Nur die wirklich reifen Beeren kommen letztlich in die Gärung. Der Ertrag pro Pflanze sinkt von Jahr zu Jahr. Spontane Fermentation, kaum Presswein, überwiegend Free Run Juice. Der Ausbau auch in größeren Fässern und in Beton. Phélan Ségur hat als Regisseurin die aus der Champagner-Branche bekannte Veronique Dausse mit im Boot. Sie ist eine wirklich qualitätsversessene Person. Parzellen, die nicht der Perfektion entsprechen, gehen in Zweit- und Drittweine. Phélan Ségur ist seit Jahren in einem so starken Aufstieg. Seit Veronique Dausse die Geschicke dieses Weinguts leitet und man im Weinberg und im Keller extrem selektiv vorgeht. All diese Arbeiten merkt man extrem. Zusätzlich kommt dazu, dass die Reben auf Phélan Ségur durch den Lehmanteil im Boden auch in trockenen Zeiten gut mit Wasser versorgt werden können. Auch die Flussnähe spielt hier eine wichtige Rolle. In nassen Jahren der 80er war das ein Nachteil, seitdem die Jahre immer heißer und trockener werden, ist es ein extremer Vorteil, mindestens seit 2010. Wenn dann noch die akribische Arbeit in Weinberg und Keller dazukommen, ist es nicht verwunderlich, dass Phélan Ségur erster Verfolger der drei großen Calon-Ségur, Montrose und Cos ist.

Jahrgangsbericht

2025 reiht sich ganz sicher ein bei den besten Bordeaux-Jahrgängen ever aus 2009, 2016 und 2022, und ist dabei einer der balanciertesten und ausgewogensten Jahrgänge überhaupt. UND sehr früh zugänglich und charmant. So soll es sein!

96–97
/100

Suckling über: Chateau Phelan Segur

Well composed, structured and nicely framed, with a medium to full body and fine, firm tannins. Textural and slightly chalky on the palate. Solid and focused, with a long, driven finish. A elegant, refine and holistic wine. The shows depth structre and finesse. 65% cabernet sauvignon, 30% merlot, 3% cabernet franc, and 2% petit verot.

Verkostungsnotiz
96–97
/100

Yves Beck über: Chateau Phelan Segur

Die Tiefe und die Liebe zum Detail, die das Bouquet von Phélan Ségur offenbart, sagen viel über seine Ambitionen und seine Qualitäten aus. Alles ist perfekt ausbalanciert, nichts wird dem Zufall überlassen und nichts ist übertrieben. Einladende Noten von schwarzen Beeren und Zedernholz, ergänzt durch einen Hauch von Praliné und Minze sowie kreidige Anklänge. Es sind also gerade die subtilsten Nuancen, die sich entfalten und dem Bouquet eine selten erreichte Komplexität verleihen. Charmant und schlank im Auftakt gewinnt der Wein nach und nach an Breite und Tiefe. Seine Tannine halten sich zunächst zurück und beobachten die Situation, bevor sie sich entfalten und als treibende Kraft die Entwicklung des Weins vorantreiben. Ihre Gelassenheit und Präzision sprechen für sie, auch wenn man etwas mehr Kraft nicht ablehnen würde – doch diese kommt erst spät zum Vorschein, und genau hier könnte dieser Wein so manchen überraschen. Diese Energie beschränkt sich nicht nur auf die Tannine, auch die Säurestruktur trägt dazu bei, indem sie sich mit den vorhandenen Elementen verbindet. Ein ausgereifter Phélan Ségur, der das unermüdliche und leidenschaftliche Engagement eines Teams in sich vereint, das ihn aufrichtig liebt. Er 'revanchiert' sich dafür, und das ist nur gerecht. Teamwork und Terroir !

Verkostungsnotiz
95–97
/100

Alexandre Ma über: Chateau Phelan Segur

While tasting the second wine, I had already anticipated the high level of Château Phélan Ségur 2025, yet the moment the wine truly touched the palate, I could not help but feel a shiver run through me. The aromatics are so pure and crystalline, like a mirror reflecting layers of bayberry, cherry, and pomegranate in precise contours. Then, a gentle kiss of violet drifts outward to graze the cheek, carrying a touch of warm mocha that draws you in. The body appears rich, yet feels almost weightless; fragrance and vitality rise simultaneously at the very instant of entry, leaving no time for thought before pulling you into the mirrored surface. The surface shimmers, breaks, and you slip into a vivid, almost surreal dimension where fruit-laden waves rise and fall around you, submerging you again and again, until you drift into a dreamlike state.

19
/20

Gerstl über: Chateau Phelan Segur

Langsam entsteht bei mit der Eindruck, dass es einen typischen 2025er Duft gibt, das ist auch wieder so einer, der sagenhaft vielfältig und konzentriert ist, dabei aber total fein, zart und filigran bleibt, ein himmlisches Parfüm. Ein Filigrantänzer am Gaumen, dabei ist auch hier wieder die Konzentration enorm, ebenso die aromatische Vielfalt, da ist frische Frucht ohne Ende, getragen von Massen von superfeinen Tanninen und köstlich süssem Extrakt, herrlich schlanker, eleganter, tänzerisch verspielter Phélan, der ist so sagenhaft süffig im positivsten Sinne des Ausdrucks (mg)

Giuseppe Lauria über: Chateau Phelan Segur

65 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 3% Cabernet Franc, 2 % Petit Verdot, 13.6 Vol.-%. Lese vom 10. September bis zum 26. September. 29 hl/ha. 55 % neues Holz. pH: 3.73, sehr späte Lese. Typisches „Signature Phélan Ségur“-Tannin, sagt mir Winemaker Fabrice Bacquery. Stilistisch eine Mischung aus 2020 und 2022: weniger opulent und exotisch als 2022, dafür mit dessen Feinheit und Präzision. Maskulines, klassisch geprägtes Bouquet mit Graphit, dunklen und blauen Beeren, Tabak, frisch gepflückten Schattenmorellen, roter Pflaume, Johannisbeergelée, Kräuterwürze und zartem Veilchenparfüm. Am eleganten Gaumen mit beeindruckender Extraktfülle und seidiger Textur. Das kakaogeprägte, charakteristische Tannin verleiht dem Wein Kraft und Grip, getragen von einer stützenden Rasse und feinsandiger („powdery“) Adstringenz. Engmaschig strukturiert mit klarer Linie. Ein zupackender, klassischer Saint-Estèphe mit griffigem Finale und sehr gutem Entwicklungspotenzial. Ein zeitloser Klassiker, der noch zulegen wird.

Mein Winzer

Phelan Segur

Der Ire Frank Phélan vereinte Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden bis dahin unabhängigen Güter „Clos de Garramey“ und „Château Ségur“ zu einem Anwesen, dem malerisch gelegenen Château Phélan Ségur. Das Anwesen umfasst 65 ha. Die Reben sind im Durchschnitt 45-50 Jahre alt.

Chateau Phelan Segur 2025