Kein Neuholz im 24er, sondern Zweitbelegung im großen Stockingerfass. 30% in der Amphore. Wunderbare Qualitäten und Menge bei der Cabernet Franc, deshalb ein recht hoher Anteil im 2024er. Während der Blüte Glück gehabt, es waren zwei sehr gute Wochen, einfacher als in Pauillac oder Saint Estephe. Die Böden haben das Wasser sehr gut aufgenommen, die Beeren sind dadurch klein geblieben und es gab auch keine Verrieselung. Später dann leider doch Ausfälle durch Mehltau, insbesondere bei der Merlot. Die Erträge sind zwar mit 25 hl/ha sehr gering, für die Biodynamiker von Doyac allerdings im normalen Bereich. Schon die erste Nase ist total fein, so sehr von dunkler Himbeere geprägt. Ganz feine, nicht überreife Cassis. Süßholz, dunkle Schokolade, schwarzer Pfeffer und Lorbeer. Immer wieder kommen aber auch rötliche Nuancen auf, ein bisschen rote Johannisbeere, rote Kirsche. Alles zart untermalt von Wiesenkräutern und Blüten. Sehr transparent mit wirklich guter Definition, die Cabernet Franc gibt hier den Ton an. Im Mund zunächst schlank und geradlinig. Tolle Frische ausstrahlend. Hier haben wir Sauerkirsche und Himbeere auf salziger Unterlage. Wirklich zupackende Mineralität und Spannung. Dazu Zitrusfrucht, leicht herb. Blutorange. In der Mitte aber genug Druck, der Wein hält die gewisse Konzentration, die er in der Nase verspricht, bleibt dabei so elegant, so fein mit dieser geschliffenen Tanninstruktur. Gute Länge mit salzigem Finish, rotem Tee und roten Beeren im Nachhall. Ein wunderschöner, klarer und so eleganter Doyac. ,