2024 ist der erste Jahrgang, den Winzerin Christelle nach dem Tod ihres Vaters allein vinifiziert hat und war direkt eine große Herausforderung! Hoher Druck durch Mehltau im Frühjahr bis in den Sommer hinein. Aufgrund der sehr akribischen Arbeit des kleinen Teams, konnte aber ein Großteil der Ernte gerettet werden und die Erträge sind final sehr gut ausgefallen mit 45 hl/ha und einer Gesamtmenge von 50.000 Flaschen. Die Trauben waren im Herbst schließlich sehr gesund und somit konnte mit der Lese bis zum 25. September gewartet werden. Angefangen mit Merlot, beendet mit Cabernet Sauvignon am 8. Oktober. Ausbau komplett im Barrique mit einem Neuholzanteil von 60%, der erst im ein- bis zweijährigen Holz. Die Nase schreit förmlich Cabernet; aber wie schön, wie zart, wie transparent! Ganz klare Cassis mit Schwarzkirsche und Maulbeere. Bestäubt mit dunklem Kakao. Auch Noten von Espresso und eine feine Holzstütze im Hintergrund. Im Mund Waldbeerfrucht mit Zwetschgenschale, Brombeerkonfitüre, zartherbe Valrhonaschokolade, ein bisschen Salzkaramelle. Reife Säure die fast ein bisschen an Steinobst denken lässt. Ich denke hier an roten Pfirsich, an einen Hauch Zitrus zudem. Die Tannine sind präsent, aber fein, kein bisschen spröde oder grün. 2023 war umarmender, süßer, dichter und erotisch opulenter, braucht aber etwas mehr Zeit. 2024 ist dagegen eine Spur filigraner, dafür aber jetzt schon offenherzig und zugänglich. Ein schicker, geradliniger Margaux. ,