Lobenberg: Die Chartreuse Reine des Liqueurs ist wohl das Seltenste, was das kleine Kartäuserkloster in den französischen Alpen hervorbringt - sogar noch seltener als die legendäre V.E.P.. Sie versteht sich als Hommage an das goldene Zeitalter der Chartreuse zwischen 1860 und 1903, als die gelbe Chartreuse auf den Tafeln Europas glänzte – bis hin zum Zarenhof, wo Nikolaus II. sie besonders schätzte. Damals erhielt sie ihren Titel „La Reine des Liqueurs“. Diese Cuvée entsteht aus der Selektion der besten Fässer der klassischen gelben Chartreuse, die anschließend von einer verlängerten Reifung profitieren. Das Ergebnis ist ein Likör von seltener Tiefe, Ruhe und Balance. In der Nase feine Noten von Safran, Honig, Engelwurz, Kurkuma und kandierter Zitrusschale, getragen von einer sanften Kräuterwürze. Am Gaumen weich, rund und vielschichtig, mit einer eleganten Süße und zarter Bitterkeit, die an Wiesenhonig, Thymian und getrocknete Kräuter erinnert. Alles ist in sich geschlossen, harmonisch und von beeindruckender Länge. Hier zeigt sich das ähnliche Phänomen wie bei den V.E.P. Mit zunehmender Flaschenreife gewinnt sie weiter an Komplexität! Einen solchen Wandel in der Flasche kennt man bei Spirituosen nur von Bränden wie Cognac oder Whiskey, nicht aber von Likören. Genau das ist eines der Fundamente des Mythos’.