Chapoutier: Ermitage Blanc Le Meal 2025

Chapoutier: Ermitage Blanc Le Meal 2025

BIO

Holzkiste

Zum Winzer

Marsanne 100%
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2031–2051
Verpackt in: 3er OHK
fruchtbetont
voll & rund
Lobenberg: 98–100/100
Frankreich, Rhone, Nordrhone
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Ermitage Blanc Le Meal 2025

98–100
/100

2025 war die früheste Lese aller Zeiten bei Chapoutier, am 14. August ging es in Saint-Peray los. Der Spätsommer war von einer großen Hitzewelle geprägt, der die Reife vorangetrieben hat und die Trauben stark aufkonzentriert hat. Es gibt rund 20 Prozent weniger Ertrag als erwartet, weil die Trauben so wenig Saft ergeben haben. Maxime Chapoutier sagte, er habe noch nie so hohe Extraktwerte in seinen Weinen gehabt wie 2025. Le Méal ist 100 Prozent Marsanne aus uralten Reben. Die Parzelle liegt in der Mitte des Hermitage in Südexposition und ist der steilste Abschnitt des weltberühmten Weinbergs. Im oberen Teil bestehen die Blöden aus Sand und Kies. Die Reben stehen zu 100 Prozent bergabwärts, aber zwischendrin sind Terrassen angelegt, damit der ganze Sand und der Kies nicht heruntergeschwemmt werden. Le Méal ist zu steil, um mit dem Pferdepflug zu arbeiten, stattdessen wird eine Raupe eingesetzt. Die Trauben werden direkt abgepresst und der Most spontan im 600-Liter Demi-muid vergoren, teilweise dauert die Gärung bis zu vier Monate. Auch der Ausbau findet in den Demi-muids statt. Gefüllt werden die weißen Ermitage bei Chapoutier inzwischen nach elf Monaten, nicht wie früher nach dreizehn. Le Méal ist deutlich charmanter in der Nase als De l’Orée – feiner in der weißen Frucht und in der weißen Blüte. Es ist der ruhigere und feinere Wein neben dem strafferen l’Orée. Wir sind 2025 sehr aromatisch, die Weine haben eine enorme Duftigkeit und Strahlkraft. Lavendelblüten, Orangenöl, Grapefruitschale, Bittermandel und Anis. Le Meal braucht dennoch immer Zeit, er wirkt kompakter und in sich verwobener als der L’Orée. Die Textur ist reinste Seide, ölig und konzentriert wie ein Montrachet Grand Cru. Ich bin erstaunt, wie balanciert und fein sich die 2025er Fassproben zeigen. Schon sehr anders als die rassigen und strafferen 2024er. Wir sind bei süßen, cremigen Mirabellen, gelbem Apfel mit zerstoßenem Kalkstein, auch frische Butter und ein bisschen Rosmarin. Er ist provencaler als L’Ermite und L’Orée, erinnert etwas mehr an Condrieu in seiner Cremigkeit. Der Mund ist dennoch von sehr feinen Salzäderchen durchzogen und wird von viel salziger Mineralität getragen. Zehn Jahre oder länger warten bitte und nicht zu kalt trinken.

Mein Winzer

Chapoutier

Seit der Gründung im Jahre 1808 hat jede Generation aus dem Hause Chapoutier auf eigene Weise dazu beigetragen, ihre Weine zu weltweiten Spitzenprodukten zu entwickeln. Das größte bisheriges Wagnis war die komplette Umstellung der Produktion der Einzellagen auf biodynamischen Weinanbau. Hier wacht...

Ermitage Blanc Le Meal 2025