2025 war die früheste Lese aller Zeiten bei Chapoutier, am 14. August ging es in Saint-Peray los. Der Spätsommer war von einer großen Hitzewelle geprägt, der die Reife vorangetrieben hat und die Trauben stark aufkonzentriert hat. Es gibt rund 20 Prozent weniger Ertrag als erwartet, weil die Trauben so wenig Saft ergeben haben. Maxime Chapoutier sagte, er habe noch nie so hohe Extraktwerte in seinen Weinen gehabt wie 2025. Varonniers wurde Anfang September geerntet. Der Wein wächst auf dem Hermitage-Hügel, da er aber gen Osten ausgerichtet ist, ist es kein Hermitage, sondern ein Crozes. Der Boden ist aber exakt der gleiche wie im benachbarten Teil des Hermitages. Im Keller werden die Trauben zu 80 Prozent entrappt, die Maische für fünf Wochen mazeriert und vergoren, anschließend erfolgt der Ausbau für 16 bis 18 Monate im Barrique, 15 bis 25 Prozent Neuholz im Turnus. 2025 ist ein mediterranes Jahr an der Nordrhône, wir haben ähnlich viel Power wie 2019. Schon der Duft ist berauschend, dichte, üppige Schwarzkirsche mit Lakritze und süßer Erde, geflämmtem Fleisch und dunklem Gestein. Am Gaumen wird eine dramatische Energie freigesetzt. Für einen Crozes-Hermitage ist das ein Megateil, die Appellation ist fast ein Scherz auf dem Label, wenn man diese Balance und den Mineralausdruck bedenkt. Großes Kino für Crozes. ,