Ab Jahrgang 2023 wurde der Cornas Saint Pierre erstmals in der Sub der Lieu-dit-Selection von Chapoutier angeboten und damit in den Stand der allerbesten Lagen erhoben. Und auch 2024 zeigt sich, warum. Der Wein wächst auf 450 Metern, einer höchsten Weinberge von Chapoutier im Rhônetal, sogar noch höher gelegen als Saint-Peray. Es ist der maximal kühlste Ausdruck von Cornas mit genialem Ausblick über Vienne. 2024 ist ein so schickes Jahr, wie eine Turbovariante des kühlen 2021. Wir sind ähnlich fein und saftig in der Aromatik, aber haben durch kleine Erträge mehr Druck und eine gewisse positive Austerität. Es ist eine sehr kleine Produktion, besonders in 2024, aber generell immer. Der Boden ist quasi purer Stein, weißer Granit nahezu ohne Erdauflage. Total entrappt, dann in unbehandeltem Beton vergoren für 10 Tage, anschließend noch für einen Monat auf den Schalen mazeriert. Malolaktik und Ausbau in einer Mischung aus Fudern und Barriques mit geringem Neuholz von 20 Prozent. Der Wein reift bis zu 18 Monate in den Fässern. Wir gehen in einen ganz feinen, kühlen und fast schroff-steinigen Mineralausdruck. Das ist Nordrhône pur. Das schwarze Cornas in Reinform, wie am Granitstein lecken. Der Wein ist von der Nase bis in den Mund so unglaublich poliert, trotz seiner brachialen Mineralität. Ein bisschen Minze mit Granitstaub und warmem Stein, Brombeerstrauch und aromatische Kräuter wie Lorbeer und auch Zedernholz. Die beerige Süße von Cornas deutet sich nur in Nuancen an, es bleibt ein Steinwein par excellence. Kühl und doch ein Maul voll Wein. Ein Syrah so fein wie ein Chambertin! Das ist für Nordrhône-Insider und fortgeschrittene Syrah-Freaks.,