2025 war die früheste Lese aller Zeiten bei Chapoutier, am 14. August ging es in Saint-Peray los. Ende August in Châteauneuf, nach dem großen Regenschauer, der die Lage etwas entspannt hat. Denn der Spätsommer war von einer großen Hitzewelle geprägt, der die Reife vorangetrieben hat und die Trauben stark aufkonzentriert hat. Es gibt rund 20 Prozent weniger Ertrag als erwartet, weil die Trauben so wenig Saft ergeben haben. Maxime Chapoutier sagte, er habe noch nie so hohe Extraktwerte in seinen Weinen gehabt wie 2025. Die Nase des Croix de Bois ist deutlich fokussierter als die des Barbe Rac. Weniger changierend, weniger multikomplex springend. Es ist die kühlere, windoffenere Lage. 2025 ist dunkel und süß in der Frucht, kommt mit enormer Konzentration angeschossen. Dunkle Waldbeeren, süße Holunderbeere, Lavendel, Minztee, verbrannte Lakritze. Die 2025er sind mediterraner und süßer, reicher als das schlankere 2024. Rhônefans werden 2025 lieben, weil es die hohe Reife mit einer köstlichen Beeren-Kirsch-Frische verbindet und somit nicht schwer wirkt, obwohl die Weine vor Kraft kaum laufen können. Der Wein ist für Jahrzehnte gebaut. Die Tannine sind gigantisch, braucht viel Zeit.