Die Nase des Croix de Bois ist deutlich fokussierter als die des Barbe Rac. Weniger changierend, weniger multikomplex springend. Dafür extrem geradeaus mit schwarzer Kirsche. Es ist der Lehmboden, der diesen enormen Schub verleiht. Schwarz, dunkel und duftig, schwarze Lakritze mit schwarzer Kirsche und Cassis, ein bisschen an Australien erinnernd mit Eukalyptus, aber auch Minze und Chilischärfe dahinter. Totaler Geradeauslauf. Die Nase ist phänomenal und sie erinnert mich ein wenig an Janasse Vieilles Vignes. Auch Tardieus Vieilles Vignes läuft auf dieser Spur. Der Mund zeigt ebenfalls diesen enormen Fokus und diese Definition. Immer geradeausschiebend mit ganz klaren Kanten links und rechts. Lakritze mit Schokolade und schwarzer Kirsche, darunter Cassis, aber nicht fett, sondern sehr fein bleibend. Trotzdem reicht das nicht ganz an die erste Reihe um Clos des Papes und Tardieu heran. Dafür ist der Wein etwas zu monolithisch, zu sehr geradeaus mit zu viel Druck und Schub. Aber ohne Zweifel ein großer Châteauneuf-du-Pape.