Zweijähriger Ausbau in einer Mischung aus überwiegend großen slawonischen Botti und auch 225 Liter fassenden, gebrauchten Barriques. Ausgangslage sind 42 Barolo- und 9 Barbaresco-Parzellen. Der Zugriff auf diese Vielfalt an Terroirs ist die große Stärke von Vietti. Die zarter und sanfter strukturierten Weine machen es in den Perbacco, der Rest geht jeweils in den Barbaresco oder Barolo Castiglione des Weinguts. Perbacco ist also ein klassischer Zweitwein, aber eben mit extrem hohem Qualitätsanspruch, denn die Selektion wird erst nach 15-monatigem Fassausbau final getroffen. Elegant leuchtendes Rubinrot mit einem Hauch Orange. Schon die Nase ist samtig und einladend mit saftig reifer Erdbeere, Himbeere, roter Kirsche, etwas duftendem Himbeerstrauch, zarter Minze, Orangenabrieb, ätherischen Kräutern und duftenden Rosenblüten. Zart schwebende, braune Gewürze sind elegant in diese duftende Nase verwoben. Etwas Muskatnuss, Vanille und Zimt sowie würziges, rostiges Eisen. Im Mund liefert dieser kleine Perbacco dann gnadenlose Spannung, die man bei der eher üppigen Nase so gar nicht erwartet hätte. Rote Johannisbeeren, Hagebutten und Cranberries leiten auf die zarten, geschliffenen, dezent kalkigen Tannine über, die sich im Anschluss auf die Zunge legen. Spannungsgeladen und frisch kommt die griffige Struktur eines klassischen, traditionellen Nebbiolo hier zum Tragen! Im Mund scheint dieser eigentlich warme Jahrgang sogar eher von kühler Präzision gezeichnet zu sein. Perbacco hat seit Jahren sein eigenes Standing und ist zu Recht ein sehr selbstbewusster Nebbiolo, der sich mit dem ein oder anderen Barolo der Konkurrenz locker messen kann! Schwebend leichte, duftende Rosenblüten und die salzige Kalksteinmineralität des Weines bleiben im Nachhall im Mund. In seinem Preisbereich ist der Perbacco jedes Jahr erneut eine kleine Sensation!