Jadot hat kürzlich eine neue Domaine in Chablis gebaut und 2020 war der erste Jahrgang, der hier vinifiziert und ausgebaut wurde. Les Preuses wird komplett in Holz vergoren und ausgebaut, im Gegensatz zu den 1ers Crus, die auch hälftig Edelstahl bekommen. Die Power und Konzentration der Chablis von Jadot erstaunt mich immer wieder. Vor allem, wenn man bedenkt, wie schlank manche Weine aus dieser Gemeinde sind. Ungeheuer satte Frucht von Quitte, Passionsfrucht, gelber Birne, Tonkabohne und etwas Rauch. Im Mund zieht sich die dichte gelbe Frucht über die ganze Zunge, dann übernehmen Salz und Feuerstein die Führung. Dicht und reich, die Mineralität von Les Preuses, der wahrscheinlich salzigsten Lage von Chablis, schießt im Nachhall wieder hoch. 2022 hat wahnsinnig viel Kraft, 2023 ist daneben einen Ticken leichtfüßiger und klassischer, ist aber ebenso beeindruckend tief. Beide sind immense Burgunder aus dem hohen Norden.