Nach einer sehr kurzen Bestandsaufnahme durch die Regionen und Rebsorten beschloss ich spontan, dass generell und ganz allgemein die Burgundersorten, und im Speziellen nur selektive Rieslinge der Pfalz und der Nahe und Rheinhessens meine 2025er Favoriten von absoluter Weltklasse sind. Ich werde meine absoluten Highlights oberhalb von 95 Punkten rauspicken und besprechen und dazu nur einige wenige überragende Silvaner. Also »best of the best«. NUR das »best ever« des reifen Jahrgangs 2025 und nur wenige Ausnahmen anderer Jahre.
Da jedoch die meisten angestellten Burgunder aus dem hocheleganten und feinen, mit 2023 und 2025 einfach zu vergleichenden, kühleren Jahrgang 2024 stammten, fällt mein Bericht eher kurz und knackig aus! 2024 braucht und verdient in seiner königlich verspielten Eleganz und Leichtigkeit einen eigenen Bericht, einfach Weiß wie Rot ein verträumt toller Jahrgang für reinen unbeschwerten Genuss und die große Harmonie. Bei den Burgundern habe ich deshalb einige 2023er ergänzt, ein wuchtig kraftvoller Jahrgang im Stil des 2025ers, quasi sein minimal weniger komplexer Vorgänger.
Knipser Weißburgunder GG Kirschgarten 2025: Unerhörte Spannung und Vibration. Genialer Zug und Pikanz hinter weißen floralen Noten und weißem Steinobst nebst rot-orangen Zitrusfrüchten. Feuerstein, Kalkstein, Charme, Aufregung, Nerv und dramatische Spannung. Lang, frisch, dicht und verblüffend satt… Corton Charlemagne! 100/100
Rebholz Weißburgunder GG Im Sonnenschein 2025: Steinig mineralische Nase. Satter Mundeintritt mit verblüffender Spannung und Druck, Gesteinsmehl, grüne-gelbes Steinobst, es kracht im Mund vor lauter pikanter Spannung. Weniger erhaben als Knipsers Kirschgarten, dafür noch mehr Dampf und genialer frischer Zug mit großer Wucht. Alles wird belegt, sooo präsent! Ein ganz großer Wein! 98-100/100
Salwey Weißburgunder GG Kirchberg 2023: Wow, soviel steiniger Druck mit leicht unreifem Steinobst in der Nase, fast etwas scharf und stechend. Im Mund wie ein Schlag in die Fresse, boah, all in! Was für Kraft! Ein solcher Powerwein mit brutalem Gesteins-Terroir, genialer Frische und noch viel mehr Kraft und Druck, Orangenzesten, Chillie, brutal dichtes Steinobst. Ein Hammer und »stand alone«, ganz großer Stoff! 97-100/100
Salwey Grauer Burgunder GG Henkenberg 2023: Gegen seinen WB-GG Bruder Kirchberg aus gleichem Jahrgang und Erzeuger hat dieser GB zwar keine Chance, aber ein Powerpaket mit dunklerer Apfelfrucht und einer fast tanninreichen, saftigen und steinig unterlegten Frucht ist das allemal. Eindrucksvoll, dicht und lang und wuchtig, aber Grauburgunder bleibt immer etwas rustikaler. Dennoch beeindruckend. 95-96/100
Salwey Chardonnay GG Henkenberg Steingrubenberg 2023: Der Dritte im Bunde, und der Chardonnay dominiert mit seiner Eleganz und Komplexität erwartungsgemäß den Grauburgunder, hat aber gegen das WB GG keine Chance, es sei denn man übergewichtet die Eleganz und den saftig schicken Fluss und die frische Verspieltheit über die vielschichtige Power des WB GG des gleichen Erzeugers. 96-97/100
Rudolf May Silvaner GG Himmelspfad 2025: schon in der Nase süße Quittenmarmelade nebst Sanddornkonzentrat und Feuerstein, unglaublich pikant, süß und scharf und pikant zugleich, Boskoop-Apfelmus mit Zimt und Zitronengelee. Wahnsinnig dichter Mund, die gleiche Aromatik mit viel Wucht aufgreifend. Das ist eine neue Dimension Silvaner für mich…Fast brachial und pikant vibrierend und dabei unglaublich lecker, aber eben auch fast überwältigend und hochreif und pikant zugleich! Aus winzigen Erträgen hyperkonzentriert. Ein Touch Roussanne von der Südrhône mit Jurancon und etwas Pyrenäen gemischt. Frucht, Süße, Salz und Säure und sooooo viel Dichte und Spannung. ALLE Regler nach rechts! Dass Silvaner so etwas Geniales vollbringen kann, war mir neu! Kaufen, kaufen, kaufen weil es so ein unsterbliches Erlebnis ist! 100/100
Rudolf May Silvaner GG Rothlauf 2025: Das Rothlauf GG ist die weitaus elegantere und erhabenere Ausgabe des Himmelspfades. Vieeeel harmonischer und trotz großer Spannung und Dichte so ausgewogen. Perfekter dichter und eleganter Silvaner zugleich. Superber Stoff mit großartiger Balance voller Harmonie. So soll es sein, so kann es bleiben. 97-98/100
Zehnthof Luckert Silvaner GG Maustal 2025: Der elegante Gegenentwurf zur Rudolf May im Jahrgang 2025. Erst zwei fette Pomerols und nun ein feiner Chateau Figeac. Totaler Schliff im Gerbstoff und große Harmonie im saftigen Trinkfluss. Feinster Kalkstein und Kreide, etwas Palomino Fino aus der Miraflores Lage in Sanlucar. Einfach nur schön im saftigen Trinkfluss mit feinster 25er Vibration. Großer spielerisch verträumter Stoff. Die wahre Freude! 97-100/100
Friedrich Becker Pinot Noir GG 2023 Heydenreich / Kammerberg / Sankt Paul: Der Pfälzer Fritz Becker vinifiziert von überwiegend französischen Parzellen an der Grenze die wahrscheinlich kraftvollsten, dichtesten und konzentriertesten Pinot Noirs Deutschlands. 100% Neuholz (oder mehr?). Heydenreich bringt die größte innere Spannung mit, um das Holz abzufedern… aber generell brauchen Beckers riesige Powerweine mehr als 10 Jahre um genussfertig zu werden… eher noch mehr! 2016 fängt jetzt in 2026 gerade erst an. Alle drei 2023er Weine sicher zwischen 97 und 100 Punkten, aber wer wartet noch 15 Jahre auf einen großen Burgunder?
Was für ein unfairer Start: Am Sonntagabend findet die GG-Verkostung der Versteigerungsweine 2025 statt. Noch bevor ich ganz tief in die Regionen einsteigen konnte, das kommt erst Montag. Also top down, auch spannend!
Nebeneinander drei der besten trockenen Rieslinge, die ich je in meinem Leben probiert habe. Und das Schöne: Alle drei total unterschiedlich und doch alle drei mit 100+ bewertet. Atemlos!
Dönnhoffs »Brücke« fast ätherisch verspielt und schlank und doch unendlich vibrierend und bis ins Mark durchdringend! Tim Fröhlichs »Final« ist ein stählerner Powerwein mit wahnsinniger athletischer Kraft und trotz seiner Reife kein Gramm Fett zu viel. Der Wein hinterlässt mich sprachlos.
Frank Schönlebers »Auf der Ley« strotzt vor Mineralität. Durchdringend, nicht enden wollender Nachhall und ein saftig reifer Purismus der Superlative!
Philipp Kuhns Pfälzer GG »Philippsbrunnen« dazu mit 100/100 - Als Versteigerungswein quasi die Turboversion des »Schwarzen Herrgott«. Süß und knochentrocken und exotisch und fruchtig mit Schmelz und Charme. Pikant ohne Ende, das Wasser läuft im Mund zusammen, fast schmerzhaft lecker.
Dazu mit Gut Hermannsberg »Sekt Kupfergrube Brut Nature« (6 Jahre Hefelager) einer der allerbesten, vielleicht sogar DER beste reine Rieslingsekt Deutschlands überhaupt, »best ever« hier. Groß! Noch 5 Jahre warten bitte?! Da brauchen wir viele, viele Flaschen, aber das wird arg schwer! 98-100/100
UND der letzte der Versteigerungsweine mit glatten 100 Punkten, der wohl beste Kabinett meiner Kariere! 100+ für »Abtsberg Kabinett« 2025 von Maximin Grünhaus. Knackig mineralisch und durchdringend bis ins Hirn. Wahnsinnige Aromatik! 50 Gramm Restzucker bei über 10 Säure und vibrierend messerscharfer, nicht enden wollender Geschmacksfülle trinken sich fast trocken. Das bläst mich weg! DER Kabi meines Lebens, ein Muss! Hoffentlich kriegen wir bei der Versteigerung genug ab!
Und zu guter Letzt, obwohl der astronomisch teuer wird und wir chancenlos mitbieten werden, einfach die Pflicht als Chronist der Versteigerungsweine: 100+ für Klaus Peter Kellers 25er trockenen Pettenthal, vielleicht der beste Wein, den ich je von ihm probiert habe!
Schäfer Fröhlich
GG Frühlingsplätzchen 99-100/100
Gnadenlos saftig reif und durchdringend pikant mit leichter Reduktion. Ein total faszinierender Blockbuster mit wahnsinniger Steinobst-Frucht und orangefarbenen Zitrusfrüchten. Eindeutig Riesling aber die reife süße Frucht federt die Zitrusdominanz mit Steinobst perfekt ab. Der Hammer. 2025, Tim das ist dein Jahr!
GG Halenberg 97-100/100
Wahnsinnig definiert und mit toller Reife, irrer Nachhall, viel Stein und Saft von Steinobst, schick, fast etwas Burgund und so schön abseits von Riesling-Zitrusfrucht.
GG Felseneck 100/100
Aufgelöster Feuerstein mit totalem Tannin-Schliff, eine Eleganz wie ein großer spanischer Godello von Rafael Palacios, O-Soro von der Nahe. Keine Zitrusdominanz, steiniger Superschliff, scheinbar Granitschiefer, auch ein Hauch großer Alvarinho. Der Versteigerungswein Final ist Bestandteil des Felsenecks, aber es stört nicht die extremsten Teile ausgekoppelt zu haben, um so elegant geschliffener ist dieser Wein. Nicht nationaler Riesling, sondern ein Riese im Wettbewerb schlank eleganter Weltweine! Groß!
GG Stromberg 98-100/100
Besser noch als der Halenberg und hier, anders als der Felseneck, eindeutig Riesling mit vibrierenden orangefarbenen Zitrusfrüchten + Limette und pinke Grapefruit. Fülle gebende Gesteinsmineralität dazu, perfekte Reife. Riesling mit leichter Reduktion und ein perfekter Kompromiss auch für Riesling-Skeptiker.
GG Felsenberg 97-98/100
Direkt neben Hermannsberg und Dönnhoffs Felsenberg probiert. Auffällig anders. Reduktion, Spontitouch, leicht schräg in seiner immensen Steinigkeit, Stein und Fels dominiert über saftige pinke Grapefruit. Ein Solitär! Sehr spannend und erfreulich anders als Platzhirsch Dönnhoff, der einfach über die besten Parzellen verfügt.
GG Kupfergrube 96-97/100
Orangefarbene Zitrusfrucht. Sehr Riesling. Mineralisch und durchdringend in der saftigen und reifen Frische. An dieser Lage merkt man, dass Gut Hermannsberg hier fast das Monopol hat mit den besseren Teilen des Weinbergs.
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Dönnhoff
GG Felsenberg 98-100/100
Perfektion aus der besten und größten Parzelle direkt am Herzstück um das Felsentürmchen. Wie so oft fast der interessanteste Wein bei Dönnhoff, weil er etwas wilder, extremer und mineralischer ist als Hermannshöhle und Dellchen. Das Wilde steht dem Wein so gut. Eindeutig Riesling und 2025 mit toller Reife und fast etwas süßer Frucht über dem vielen und dominierenden Stein.
GG Hermannshöhle 100/100
Die 100 ist die einzig machbare Bewertung. Reif und saftig und doch elegant, mineralisch und doch auch fruchtig mit mehr Steinobst als Zitrusfrucht. Perfektion und doch vielleicht zu archetypisch als DAS GG schlechthin? Klingt doof, ich falle auf die Knie und doch kein Wein für meinen Keller, einfach zu perfekt :-)
GG Dellchen 98-100/100
Apfel und Ananas und orange Zitrusfrüchte. Saftig und grandios cremig und soooo lecker. Es fehlt etwas der Dreck in der Perfektion, aber geschmacklich einfach großartig.
GG Roxheimer Höllenpfad im Mühlenberg 99-100/100
Eigentlich völlig »unlike-dönnhoff«, fast etwas spontan und wild, saftige Mischung aus Orange, Mandarine, Ananas, Litschi, reife Aprikose, Nektarine und reifer Boskoop mit Braeburn. Toll, lecker, cremig, pikant und überaus charmant lecker mit großer fruchtiger Länge. Ein würdiges GG hier und durchaus in der Lage, um Platz 2 im gutseigenen Reigen zu kämpfen.
GG Kreuznacher Krötenpfuhl 95-96/100
Sorry liebe Familie Dönnhoff, macht doch aus diesem Leckerli eine erste Lage bitte. Sehr guter Wein aber chancenlos gegen die 4 anderen!
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Emrich-Schönleber
GG Frühlingsplätzchen 97-98/100
Perfektion! Nur nicht so pikant wie Fröhlich und deshalb weniger komplex. Aber sehr gut, reif und saftig, fast perfekt.
GG Halenberg 97-100/100
Die Grundlage des »AUF DER LEY« Versteigerungsweins bzw. die Lage direkt unterhalb und neben der Einzellage AUF DER LEY. Perfekt und grandios definiert. Es fehlt minimalst die letzte Schärfe und Gnadenlosigkeit des Versteigerungsweins, deshalb nicht glatt 100.
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Gut Hermannsberg
GG Felsenberg 97-100/100
Der Dritte im Bunde dieser Lage. Archetypisch. Alles passt, ein GG in Perfektion, eindeutig Riesling aber die 25er Reife macht ihn auch etwas charmant. Eine echte Ode an die Freude, viel Steinobst und viel Stein. Wäre Dönnhoff 2025 hier nicht der Großmeister, ich hätte die glatten 100 zücken müssen. Gnadenlos guter und perfekter Riesling aus DEM perfekten Jahr an der Nahe! Leider verwehren die 3 besten, gnadenlos guten Lagen des Weinguts, die erst Jahre später releasten Kupfergrube, Hermannsberg und Bastei, dass es jung hier die 100 zu sehen gibt. Und Dönnhoff und Fröhlich sind so extraterrestrisch gute Widersacher in dieser viertbesten Lage dieses Weinguts.
GG Steinberg 97-98/100
Perfekter Riesling in perfektem Jahr. Reif, cremig, steinig, tolle Steinobst-Zitrusfrucht. Alles passt.
GG Rotenberg 96-97/100
Perfekt aber auch fast zu nett. Meines Erachtens eine perfekte erste Lage statt GG?! Quasi der Turmberg (Weil) von Gut Hermannsberg in seiner superben Eleganz und Schliff.
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Knipser
GG Steinbuckel 97-99/100
Gnadenlos pikant und lecker! Wow, reif, fruchtsüß charmant und doch knochentrocken. Das ist schon mehr als überzeugend! Fast exotisch im Lecker-Gen. Knapp hinter Philipp Kuhns Steinbuckel.
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Philipp Kuhn - DIE Collection seines bisherigen Lebens!
GG Schwarzer Herrgott 97-100/100
Erstaunlich nur zweiter Sieger trotz der brachialen Mineralik in süßer und pikanter Frucht. Pikant und brutal im Süße-Säure-Spiel. Dramatisch!
GG Kirschgarten 99-100/100
Lecker und pikant bis zum abwinken. Süße Steinobstfrucht und orange Zitrusfrucht, süße pinke Grapefruit, Rosmarin-Blütenhonig…die reinste Wollust in genial eingebundener Säure. Knochentrocken und doch wollüstig lecker süß. Der beste Kirschgarten meiner Karriere!
GG Im Großen Garten 97-98/100
Etwas feiner und geschliffener als der Kirschgarten. Pfalz pur aber fokussierter im Geradeauslauf, weniger einschleimend als der kuschelige Bruder. Top Pfälzer, wenn auch etwas neutraler.
GG Steinbuckel 99-100/100
Das beste GG hier? Wie alle seine extrem pikanten 25er charmant und fruchtsüß bis zum »Gehtnichtmehr« und doch alle knochentrocken und nur 12,5 Alkohol. Wow!
GG Saumagen 97-100/100
Knackig frisch, sehr salzig mineralisch und zugleich ganz reif und scheinbar süß vom Extrakt. Gäbe es Steinbuckel und Kirschgarten nicht wäre hier ganz oben… und wahrscheinlich doch der beste Saumagen Phillips aller bisherigen Jahrgänge, aber irgendwie braucht es doch eine Reihenfolge und bei 100 ist Schluss.
GG Philippsbrunnen 100/100
Der Versteigerungswein. Quasi die Turboversion des »Schwarzen Herrgott«. Süß und knochentrocken und exotisch und fruchtig mit Schmelz und Charme. Pikant ohne Ende, das Wasser läuft im Mund zusammen, fast schmerzhaft lecker.
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Rings
GG Saumagen 100/100
Das ist der Übeltäter, weshalb Kuhns Saumagen keine glatten 100 hat. Fast unsterblich schön und komplex, fast schmerzhafte Aromatik im Mund, alle Regler rechts! Was für ein süß aromatisch exotischer knochentrockener Charmeur mit wenig Alkohol. Grandios.
GG Annaberg
Exotisch süßer als der Saumagen, Ananas und Sanddorn und Boskoop und Marillenmarmelade… sooo lecker. Everybodys Darling auf hohem Niveau. 97-98/199
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Bürklin Wolf
GG Pechstein 100/100
Brachial pikant. Eine Dramaqueen… Fast schmerzhaft und lang und süß und trocken und üppig und schlank im Alkohol. Braucht Zeit.
GG Ungeheuer 97-98/100
Der Wein kann vor Kraft kaum laufen. Ein Dampfhammer. Irre, wie lange soll man auf diesen drahtigen Athleten warten? Aber natürlich fehlt ihm zum Pechstein ein Teil Komplexität. Etwas eindimensionaler.
GG Hohenmorgen 96-98/100
Für Bürklin ein Wunder in Zugänglichkeit und Charme. Klar, ist ja hier kein Forster Vulkanboden, sondern Deidesheimer Anmut und Charme. Tolle Aromatik und dann kommt final große Länge und fruchtige Intensität. Toller schicker Wein.
GG Langenmorgen 94-95/100
Eleganter und geschliffener als Deidesheimer Lage, kann an den Hohenmorgen aromatisch nicht ran, sehr harmonisch aber allemal.
GG Reiterpfad 93-94/100
Sehr geschmeidig und toller Trinkfluss, schon früh voll da.
GG Gaisböhl 96-99/100
Wie der Reiterpfad in Ruppertsberg nahe Deidesheim. Also immer noch »liebes« Terroir. Wunderschöne Aromatik aber auch Dampf und Zug und Länge. Steinobst. Trotz hoher Reife geniale Frische. Burgundisch.
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Bassermann-Jordan
GG Ungeheuer 94-96/100
Tolle Kraft immer geradeaus. Einfach Schub voraus. Guter Powerwein!
GG Pechstein 95-96/100
Feiner Intensivtäter, geschmeidig elegant neben der Pikanz. Sehr schick und pikant. Passt alles, nur minimal rustikal. Für ganz groß gibt es zu starke Gegner im Pechstein.
GG Kirchenstück 96-97/100
Feiner geschliffener Wein. Alles passt, schick, guter Fluss, lecker. Allein für Deutschlands vielleicht beste Lage fehlt ein wenig Vielfalt und Komplexität, aber klar bester Weine von Bassermann.
GG Jesuitengarten 94-95
Bassermann hat 2025 wunderschöne Weine gemacht aber hat es leider nicht geschafft näher an die zwei Geschwisterweingüter Buhl und Winning heranzukommen. Toller Wein aber eben weniger komplex.
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Von Buhl
GG Pechstein 97-99/100
Noch viel eleganter als Bassermann und geschliffen polierter und harmonischer. Toller Stoff, eine tänzelnde Schönheit, burgundisch in seiner Art. Ein Wein mit erhabener Größe.
GG Ungeheuer 96-97/100
Sehr elegant definierter Geradeauslauf. Superb definierte Kanten…Ecken hat er keine, ganz glatt und klar gezeichnet. Das Weingut hat eine tolle Linie, Buhl ist archetypisch.
GG Kirchenstück 97-98/100
Hier kommt zum Schliff auch das Forster Drama. Endlich! Schade, dass das Leitungs-Duo Kauffmann / Grosche dieses dritte Niederberger-Weingut verlassen musste, bei deren Ausgangsarbeit wären wir heute auf 100.
GG Freundstück 95-96/100
Direkte Lage neben dem Kirchenstück. Etwas moderater und weniger komplex. Minimal rustikaler. Aber auch großer Stoff.
GG Jesuitengarten 96-97/100
Totaler Schliff und ultrafein. Der schickste und eleganteste Wein hier, auch wenn Pechstein und Kirchenstück komplexer und größer waren.
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Von Winning
GG Pechstein 99-100/100
Der USP von Stephan Attmanns Weingut ist sein überaus gekonnter Neuholzanteil. Und pikante Jahrgänge mit lebendiger Säure und Vibrationen wie 2025 spielen ihm in die Hände. Da wird die dramatische Pikanz mit der sensationellen und fast exotischen Frucht einfach nochmal unterstützt. Das ist »best ever« hier. Ein großer, schmerzhaft pikanter Wein mit dramatischer Vibration. Ganz anders als Bürklin aber auch bis 100.
GG Ungeheuer 96-97/100
Hier passt das neue Holz schick zum Wein. Keine Vermählung im Himmel wie beim Pechstein, dafür auch vorsichtiger im Holz. Ein Wein voller Charme.
GG Kirchenstück 99-100/100
Ein Schlag ins Gesicht! Von allem viel! Und so intensiv und pikant! Nicht besser als Pechstein, dessen Drama wird aber in etwas anderer Ausprägung noch etwas holzlastiger wiederholt. Der zweite 100er.
GG Kalkofen 93-94/100
Etwas viel Holz für diesen Wein. Wohl das gleiche Rezept wie für die Forster Lagen. Da fehlt dann hier im Deidesheimer Kalkofen das Gegenstück in Frucht, Säure und Power. Etwas zu dominiert vom Fass.
GG Idig 96-97/100
Wow. Idig mit viel Neuholz… etwas irritierend und im Grunde der Lage nicht ganz gerecht werdend, eine leichte Verunglimpfung trotz schöner Ingwerschärfe unter Reneklode und weißem Pfirsich. Schon sehr guter Wein aber zur Lage passt, anders als in Forst, besser gebrauchtes Holz.
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Christmann
GG Idig 100/100
Die Benchmark dieser Lage in Königsbach bei Neustadt. Langlebig und immer sehr speziell mit eindeutiger Definition. Reif, intensives weißes Steinobst, Burgund wie vom Corton. Dazu trotz hoher Reife und Charme eine tolle Frische mit leichter Ingwer- und Chili-Schärfe. Quitte, Reneklode, weißer Pfirsich darunter und sahniger Charme. Ein großer burgundischer Idig! Früh da und ewig haltbar, in 15-20 Jahren sicher noch genauso gut wie jetzt!
GG Meerspinne 96-97/100
Diese Gimmeldinger Lage liegt ja fast an der Haustür des Weinguts. Die klar erklärte No 2 des Weinguts nach dem Idig. Tolle Aromatik in 2025, leichte Schärfe hinter der Reneklode und gelben Frucht. Charmant und lang. Und doch eine ganz eigene Stilistik. Macht Freude.
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Rebholz
GG Im Sonnenschein Ganz Horn 96-97/109
Ingwerschärfe und grüne Avocado und etwas grüne Olive auf gelber Frucht, Quitte, Aprikose, Reneklode und ein Touch Limette. Klar definierter als das normale Sonnenschein GG, mehr Ecken und Kanten hier. Zum großartigen Kastanienbusch fehlt im aber die Balance, etwas holperig trotz Größe.
GG Kastanienbusch 97-98/100
Klar der beste Wein hier. Reif und doch frisch, Kernobst, saurer Apfel, Ingwerschärfe. Tolle Länge, feine burgundisch weiße Frucht neben der gelbfruchtigen Power. Zu 100 mangelt es bei allen GGs dieses Hauses an Harmonie neben zweifelsfreier Spannung, etwas holperig.
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Kühling-Gillot
GG Rothenberg 97–100/100
Wurzelechte Rheinfront neben Pettenthal, uralte Reben in Einzelpfahlerziehung. Sehr profund und durchdringend intensiv, aber zugleich auf großer Harmonie der Steinfrucht laufend. Immens Länge mit leicht grünen Elementen, Avocado, grüne Olive und grüne Aprikose, scheinbar früh gelesen. Das schafft Spannung zur hohen Reife. Ein eigenwilliges Unikat.
GG Pettenthal 97-98/100
Warme charmante Rheinfront. Steinobst mit leichtem Grüntouch, Hohe Reife mit scheinbar früher Lese. Etwas Reduktion. Eindeutig Stilistik des Hauses. Intensiv, lang und nachhallend.
GG Hipping 99-100/100
2025 das interessanteste GG der Rheinfront von Kühling. Auch hier grüne Frucht bzw. grüne Olive, Schillieschärfe. Lang und intensiv. Power, Harmonie, grün, scharf, reif…sehr komplex und vielschichtig und alle Kühling-Gillot in 2025 trotz Harmonie eher nicht everybodys Darling, eigenwillige Serie!
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Battenfeld Spanier
GG Frauenberg 98-100/100
Die gleiche Familie wie Kühling, jetzt also der Ehemann Oliver. Nicht warme Rheinfront sondern kalksteiniger und karger im Inland Richtung Pfalz. Manche Weinberge fast schon ganz in der Pfalz. Frauenberg 2025 ist reif und zugleich Ingwerscharf und etwas stahlig kühl. Viel mineralischere salzigere Weine bei Battenfeld, Einigung bestand scheinbar bei sehr früher Lese und daraus resultierend leicht grünen Elementen. Eindrucksvoll intensiv in gelber Frucht und großer salziger Länge und zugleich genial fein!
GG Kirchenstück 96-97/100
Intensiv mineralisch, salzig und etwas grün, etwas unharmonisch aber schon Power. Kein Muss bei dieser genialen Gesamtserie bei Oliver Spanier.
GG Zellerweg am schwarzen Herrgott 99-100/100
Dunkle Mineralität auf hohen Kalksteinbergen an der Grenze zur Pfalz. Krautwürzig und fast streng und würzig, maskulin, konzentriert. Knackige Frische und Salz neben hoher Reife, das gibt Vibrationen und einen komplexen Spannungsbogen. Großer Wein! Burgundisch aus kühlen Höhenlagen. Großer Wein! GG Kreuzberg 98-100/100 Schon in der Pfalz liegendes Teilstück des schwarzen Herrgotts. Er verbindet stilistisch den Frauenberg mit dem Herrgott. Fein und doch auch maskulin, steinig, krautwürzig. Power und Finesse in einem Wein!
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Wittmann
GG Aulerde 95-96/100
Apfelsaft mit Quitte und Limette. Eine wahre Trinkfreude und perfekte Erste Lage statt GG, das wäre mein Tip. Macht echt Trinkspaß.
GG Kirchspiel 97-100/100
Ohne seine Kumpel vom Morstein hätte dieses Finesse-Wunder glatt 100. Berauschend schönes weißes Steinobst, weiße Blüten…Burgund als frischerer und salzigerer Corton Charlemagne. Großartig!
GG Brunnenhäuschen 99-100/100
Was für eine rasiermesserscharfe salzige Frische und Mineralität. Und komplexe Fruchtaromatik. Und süße Reife. Und Charme. Sogar ein wenig Limette und pinke Grapefruit daneben. Großer Wein und sehr Riesling!
GG Morstein 99-100/100
Noch mehr Riesling als das Brunnenhäuschen! Wie schafft Philipp in einem so reifen Jahr so viel Frische? Orangenzesten, Mandarine, Limetten, Quitte, grüne Aprikose, Salzmassen…Erstaunlich. Neben den so absolut anderen Riesen von Battenfeld Spanier der gleichgute ganz andere Gegenentwurf aus der gleichen Region. Verblüffend!
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