Lobenberg: Ein Südost-Steilhang auf kargem Muschelkalk, er hat aber etwas mehr Wasserhaltevermögen als das superkarge Maustal. Die Reben sind zum Teil von 1978 und zum Teil von jüngeren Anlagen aus selbst selektiertem Rebmaterial, auch aus den uralten 140-jährigen im Creutz. Durchgegoren unter 2 Gramm, vergoren und ausgebaut im großen Holz. Alle Weine im Keller machen einen BSA. Sehr feingliedrige, ruhige Nase, glockenklar, mit weißen und gelben Blüten. Wir haben sogar eine ganz feine reduktive Spannung in diesem Wein, was Silvaner sehr selten bekommt, aber in dieser kargen Lage ist das möglich. Es ist der Riesling-artigste Silvaner von Luckert. Sehr gerade und schörkellos. Zitruszesten und schlanke Quitte, Zitronengras, Kräuterlimonade ohne Süße. Läuft mittig durch mit viel Zug, viel Salz, sehr mineralisch. Superpräzise und glasklar, man denkt an Chablis in diesem steinigen Durchzug. Und das aus Silvaner. Luckerts sind schon gewissermaßen Zauberer mit dieser Rebsorte – und der entspannte Trinkfluss ist immer dabei, das ist das Schönste daran. Der Berg 1G ist neben dem Sonnenberg auf jeden Fall der Freakstoff für erfahrene Genießer, das ist nicht der typische Silvaner, den ein Ottonormalverbraucher aus Franken erwartet.