Der Wein stammt aus der ältesten Parzelle in der Juffer, uraltes Rebmaterial von knapp 90 Jahren. Das sind die ältesten Reben für Richter am Brauneberg. Es gibt wie immer nur ein einziges Fuder. Die Frucht wird würziger umspielt, erdiger, viel Tiefe, Frucht und eine schöne Dichte ausstrahlend. Der Wein stammt aus den ältesten Reben in der Juffer, nur besten Parzellen im historischen Kernstück der Lage. Wurzelecht, in den 1930er Jahren gepflanzt. Wie fast alles bei Max Ferd. Richter ist auch dieser Wein direkt im traditionellen Moselfuder-Fass spontan vergoren. 2025 ist aromatisch wärmer und schmelziger als das karge 2024, mehr Crowd Pleaser. Es war tolles Lesegut mit satter Reife aus diesem relativ reifen Jahrgang, der sich oft eine brillante Säure erhalten hat. Die Lese begann Anfang September in 2025, wobei die Kabinette alle vor dem großen Regen gelesen wurde. Aromatisch ist 2025 eher auf der wärmeren Seite, aber kein extremes Jahr wie 2022 oder 2018, eher ausgewogen warm wie 2019 oder 2023. Das Fuder 4 ist neben dem normalen Juffer Kabinett das deutlich forderndere, straffere und kargere Kabinett, selbst im warmen Jahr 2025 wird das sofort evident. Das ist kein reiner People’s Pleaser, sondern dramatisch im Mineralausdruck. Sehr kompakter, hochverdichteter Fruchtkern mit hellgelbem Steinobst, dann Bergwiesenheu, Ricola Kräuterbonbon, tonische Frische aus Menthol und ätherischen Kräutern, warmer Stein. So viel Säurezug, dass sich die Zunge rollt. Der Wein hat viel Zug, griffig, fest, die erdig-tiefe Struktur von Brauneberg nimmt die Zunge in Beschlag. Ein kleines Powerteil aus seiner Konzentration, das dank der hohen Säurefrische, aber absolut nicht auf der fetten Seite ist. So ein Kabinett hat man selten im Glas, ich bin völlig baff. Das ist eines der besten Kabinette des Jahres und auch der König der Kabinette bei Richter.