Ausbau zu zwei Dritteln in burgundischen Barriques und 500 Liter Tonneaux. 12 Monate im Holz, nur rund 10 bis 15 Prozent neu, dann Abstich für sechs Monate in Edelstahl mitsamt der Vollhefe. Seit 2016 nehmen Fürsts die komplette Hefe aus den Fässern mit und lassen die Weine dann nochmal einen zweiten Winter liegen. Hier findet dann viel Autolyse statt, was dem Weißburgunder diese wunderbare Hefewürze verleiht. Dennoch im typischen Fürst-Stil, das heißt trocken durchgegoren, elegant, glockenklar und sehr gerade. Unfiltrierte Abfüllung Mitte April 2026. Der Jahrgang 2024 war mengenmäßig einer der kleinsten in der Geschichte von Familie Fürst, nur 18 hl/ha im Betriebsschnitt. Drei Weine wurden aufgrund von Frost sogar gar nicht produziert. Die Frostschäden waren durchaus gravierend in Bürgstadt und Klingenberg, in Astheim gab es hingegen kaum Frost, das hat dem Weingut dann immerhin noch gute Mengen liefern können. »2024 ist ein klassischer Jahrgang mit schöner Reife, gar nicht unähnlich zu 2023. Weit weg von den heißen Jahrgängen wie 2022 oder 2019. Aber auch weit weg von den kühlen Jahren wie 2013 oder 2014. Der Jahrgang lebt von seinen sehr niedrigen Erträgen.«, konstatiert Sebastian Fürst. 2023 war der erste Jahrgang, in dem Fürsts auch die weißen Burgunder gar nicht mehr filtriert haben. Schon im Duft ein schlanker, feiner Wein mit heller Agrumenfrucht, Limettenzeste, Tonic Water. Salziger Mineralkick, der ein bisschen Umami mitbringt, feste, kalkige Gerbstoffe, die lange nachhallen. Schmelz und Schmackes hat er auch, aber es ist vor allem die Eleganz von Fürst, die heraussticht. 2024 ist ein rassiger, athletischer Jahrgang. Eine Allzweckwaffe in der Speisenbegleitung, aber eher zu eleganter, japanischer Küche als zu dicken Sahnesaucen.