Der Wein stammt aus fünf Einzellagen: Paton, Lys de Volan, Rochecourbe, Merlant und Les Rivoirs. Somit ergibt er ein ziemlich komplettes und berauschend komplexes Bild dieser Gemeinde im hohen Norden ab. Was für ein betörend reiches und zugleich geschliffen-elegantes Bouquet! Er eröffnet mit einer spannungsgeladenen Exotik von Kumquat, grüner Mandarine, gelbem Pfirsich, Zitronengras und kühlem, nassem Stein, was man im Condrieu nicht so häufig findet. Natürlich haben wir auch die duftige Weißblütigkeit der Rebsorte, aber es hat so viel Spannung bei Tardieu in 2025. Das kracht richtig. Es hat diese aufkonzentrierte Frische aus seiner enorm hohen Dichte, das ist schon verblüffend. Aber es wird eben nie extrem, dafür hat es zu viel Charme in 2025, es ist kein überwältigendes Jahr, kein reiner Dampfhammer, sondern behält auch diese verspielte, tänzelnde Exotik mit hohen Ausschlägen auf der Zunge. Es kein Deut zu viel und doch brachial intensiv. Es ist eine Kunst, das so hinzubekommen, denn es ist genau was man sucht. Es ist eine Ode an die Trinkbarkeit, wenn ein Condrieu so leichtfüßig und mineralisch strahlend auf die Zunge kommt. Ein Wunderwerk der Finesse, schwebend und balanciert, ohne dass der Druck von Condrieu und der üppige Schmelz hier fehlen würden. Groß wie letztes Jahr – und doch ganz anders. Berauschend gut! ***** 100 Prozent Viognier aus über 50 Jahre alte Reben aus sehr hochgelegenen Parzellen in Condrieu auf 300 Metern. 13,5 Volumenprozent Alkohol. Der Wein kommt aus fünf verschiedenen Terroirs. Ganztraubenpresse, dann Spontanvergärung und Ausbau auf der Feinhefe für 10 Monate im neuen und einjährigen Burgunder-Barrique. Keine Schönung und Filtration. Diam-Kork.