Von 6 kleinen und alten Weinbergen (über 60 Jahre alte Reben im Durchschnitt) kommen nur 6000 Flaschen dieses Grenache. Kleine Erträge aus Buschweinen auf Kalkstein und Kalksteinschiefer, Handlese, überwiegend Ganztraubenvergärung zur Bewahrung der Frische im Beton. 50 Tage auf den Schalen belassen, das alte Barolo-Modell um die Tannine wieder einzufangen. Ausbau im Beton und im großen Holz. Der Wein zeigt für Grenache eine erstaunlich tiefe Farbe. Die süße Kirsch-Nase ist sehr balsamisch, dazu Stein und Bitterorange. Feine Krautwürze von den Rappen. Hohe Intensität und erstaunlich strukturiert. Im Mund satte dunkle Kirsche, sogar etwas Amarena, viel süße Lakritze mit einem Hauch salziger Karamelle. Die Rappen sorgen für eine superbe Unterlage von Garrigues und etwas Sandelholz. Und viel Struktur, die braucht er auch bei soviel Reife und Fett. Eben sehr reif und doch kraftvoll drückend mit guter Frische an der Seite. Der süße Charme macht ihn rubenshaft rund und feminin, der fette Druck und die Power eher maskulin. Der Wein steht für Minuten in seiner fülligen Opulenz. Der Wein macht satt und eignet sich perfekt, aber bitte etwas kühler getrunken, als Essensbegleiter zu Schmorgerichten oder Gebratenem, opulente Gemüseaufläufe mit Aubergine sind auch perfekt . Wie geht das für so wenig Geld? Das geht nur aus Spaniens unbekannten Bergregionen, von der Rhone kostet so ein Grenache mindestens 30 Euro!