Die Brauneberger Juffer ist ein bildschöner Südhang an der Mittelmosel, geprägt von blau-grauem Devonschiefer mit Sand- & Kieseleinschlüssen. Sehr karg und extrem steil, stellenweise bis zu 80 Prozent Steigung. Durch die Südausrichtung kann es hier in den Sommermonaten oft ziemlich warm werden, der Waldgürtel, der die Lage umschließt, schützt sie aber wiederum sehr gut. Wie auch Haag und Richter beweisen, ist diese Lage perfekt für restsüße Kabinette geeignet. Er hat das Kabinett aus seiner besten Parzelle geerntet. Hier bei Steinmetz haben wir eine unheimlich schöne, saftige, helle Frucht im Glas. Es ist schon famos wie fein Stefan Steinmetz den 2023er Jahrgang in die Flasche gebracht hat. Ganz zarte gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, ein bisschen süße marokkanische Minze. Es ist weniger rasiermesserscharf wie 2021, sondern etwas feiner und balancierter, die Süße spielt mit der Säure und dem Salz des Schiefers, filigran, leichtfüßig, das ist schon erstaunlich was für im Grunde zarte Weine der Jahrgang hervorgebracht hat. In Salz und Zucker gewendete Zitrusfrucht rollt über die Zunge und lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Was für ein grandioser Spaßmacher – es fällt mir wirklich schwer ihn nicht herunterzuschlucken bei der Probe, weil er so zart ist.