Clos des Papes: Chateauneuf du Pape 2022

Clos des Papes: Chateauneuf du Pape 2022

Limitiert

Holzkiste

Zum Winzer

Grenache 55%, Mourvedre 30%, Syrah 10%, diverse autochthone Reben 5%
rot, trocken
15,5% Vol.
Trinkreife: 2030–2062
Verpackt in: 12er OHK
voluminös & kräftig
pikant & würzig
Lobenberg: 100/100
Parker: 97–99/100
Jeb Dunnuck: 98/100
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateauneuf du Pape 2022

100
/100

Die Nase zeigt hohe Reife, aber keinerlei Überreife. Wunderschönes Volumen, extrem aromatisch mit konzentrierter Himbeere und Erdbeere. Der große Anteil Grenache dominiert ganz klar. Dazu die Eleganz der Mourvèdre. Die Nase ist extrem harmonisch, weit fortgeschritten und zeigt schon in diesem Fassstadium im Grunde einen fertigen Wein. Perfekte Harmonie ausstrahlend! Maulbeere, Erdbeere und Himbeere, dazu ein bisschen Holunder, ganz feine helle Lakritze und eine feine Krautwürze. Sehr schicker Wein, burgundisch und überhaupt nicht fett. Der Mund ist hedonistisch-lecker und gleichzeitig so strukturiert, dass es einem die Augen zusammenzieht. Eine wunderschöne Schärfe und Länge aus der Mourvèdre mit Chili, Salz, Minze, Eukalyptus und leicht scharfer heller Lakritze. Unglaublich schönes Mundgefühl – die Haptik ist genial! Der Wein steht für zwei Minuten. Wenn mich nicht alles täuscht, wird 2022 durchaus in vier bis fünf Jahren eine schicke Zugänglichkeit haben. Seidig bis zum Abwinken, verspielt, fein und filigran. Trotzdem Power und ein gutes Tannin. Ein Finesse-Wunder mit schöner cremiger Fülle. Nachdem ich den ganzen Vormittag nur Nordrhône-Weine probiert habe, die sich bei Ferraton überragend zeigten, ist hier bei diesem Biodynamiker der Einstieg an der Südrhône in einer so hohen Qualität, wie ich sie nicht vermutet hätte. Ich verstehe manche Erzeuger, die 2022 mit 1978 vergleichen. Der Jahrgang ist früh und offen und hat trotzdem darunter die Faust im Samthandschuh. Unglaubliche Tanninfülle, die aber total poliert und geschliffen ist. So ein schicker Wein! Ein Châteauneuf der extremen Extraklasse und für mich einer der großen Châteauneuf meiner Karriere. Ich bin sehr begeistert, aber es wird extrem wenig Menge geben. 100/100 *** 2022 gab es einen großen Frost im April. 40 Prozent der Ernte gingen verloren. Was übrig blieb war aber überragend. Die Cuvée besteht aus 55 Prozent Grenache, 30 Prozent Mourvèdre, 10 Prozent Syrah und der Rest aus den anderen typischen Sorten des Châteauneuf. Die alten Reben haben die Trockenheit gut weggesteckt. Es gab von Januar bis Ende August nur 125 Millimeter Regen. Die Ernte begann Anfang September. Auf Clos des Papes wird alles komplett entrappt. Vincent Avril ist derjenige, der als Einziger noch alle zwölf zugelassenen Traubensorten verwendet. Einige Tage Kaltmazeration. Natürlich als erklärter Biodynamiker spontan vergoren, das Ganze verbleibt vier Wochen im Zement-Gärtank. Die alkoholische Fermentation läuft also über zwei Wochen, danach Verbleib des Weines auf den Schalen für ein bis zwei Wochen. Dann abpressen und in die großen Tanks. Der Wein durchläuft im Beton-Tank auch die malolaktische Gärung. Danach wird noch im Tank, also nach vier Wochen, mit Eiweiß geschönt, um alle Sedimente herauszubekommen. Dies geschieht nach dem Abstich aus dem Beton in den Stahltank. Es wird nicht filtriert, aber es wird dann schon ziemlich klar und ohne grobe Hefe in die großen alten Holzfässer gepumpt. Niemals neues Holz. Frühestens nach drei bis vier Jahren wird immer ein neues Holzfass eingesetzt. Dieser Wein bleibt dann ohne umpumpen für gut 12 Monaten in den großen Holzfässern und geht direkt danach zum Abfüllen.

Jahrgangsbericht

Der kontrastreiche Extrem-Jahrgang 2022 zeigt sich an der Rhône ungemein heterogen und faszinierend. Während der kühlere Norden grandiose, pralle und zugleich straffe Jahrhundertweine mit moderatem Alkohol hervorbringt, liefern im Süden vor allem die uralten Reben tiefgründige, historische Qualitäten.

97–99
/100

Parker über: Chateauneuf du Pape

The 2022 Chateauneuf du Pape is a richly concentrated effort, dark-fruited and loaded with black cherries and blackberries, yet it's not without nuance, as it includes hints of asphalt, truffle and dried spices. Full-bodied (15.4% alcohol), deep and velvety, with a long, softly dusty finish, it looks to be a real beauty, capable of aging up to two decades. 97-99/100

98
/100

Jeb Dunnuck über: Chateauneuf du Pape

The 2022 Châteauneuf Du Pape is showing beautifully, with the sun-kissed style of the vintage yet more depth and density than most in the vintage. Blackberries, Provençal garrigue, spice, and saddle leather all define the aromatics, and it hits the palate with the classic elegance of the estate in its medium to full-bodied, layered, multi-dimensional style. It's one of the wines of the vintage and will have two decades of longevity.

Mein Winzer

Clos des Papes

Schon Paul Avril, der Großvater des derzeitigen Besitzers von Clos du Papes, Vincent Avril, machte sich um die Region verdient und trug nicht unwesentlich zur Schaffung des Cru Châteauneuf-du-Pape bei. 1896 begann er seine Weine unter dem Namen Clos des Papes zu verkaufen, den er 1902 als...

Chateauneuf du Pape 2022