Lobenberg: Prephyloxera. Hierfür steht auch das „P.F“, was für „Pie Franco“, also auf deutsch „ungeprofpft“, steht. Ein kleiner, Kalksteinweinberg auf über 900m Höhe. Buschanlagen wie sie heutzutage nur noch ganz selten zu finden sind. Natürlich 100% Handlese. Winzige Erträge. Daraufhin Ganztraubenfermentation in kleinem Holt und mit natürlichen Hefen. Ausbau und Malo auf der Hefe im Barrique. In der Nase ungemein würzig. Viel Rappen und gerösteter Speck. Dazu kommt die für den Bobal bekannte Fruchtigkeit mit Holunder, Brombeere und Schlehe, sowie Feuerstein schwacher Schwarztee. Im Mund ist der Wein dann da! Pflaume, Holunder und Kakao. Dazu eine elegante Floralität mit Veilchen und Rosen. Sehr elegant für diese Intensität, aber dafür kann Bobal ja auch bekannt sein. Sehr würzig. Feuerstein, schwarzer Pfeffer und Schiefer. Kräftiges, aber nicht trockenes Tannin. Man merkt das Holz nur dezent. Das macht den Wein sehr charmant und reichhaltig zugleich. Im Abgang dann wieder diese typische Bobal-Frische. Sehr animierend. Ein unheimlich feiner und komplexer Wein, der durch seine verspieltheit einzigartig wird. 96+/100