Lobenberg: Dieses neue, große Gewächs von Alex Laible stammt aus der gleichen Lage wie sein Pinot Reserve, aber hier haben wir eine andere Genetik. Ein deutlich kleinbeeriger, burgundischer Klon, was einen konzentrierten und dabei doch überaus eleganten Wein hervorbringt. Über 30 Jahre alte Reben auf Muschelkalk mit einer dünnen Lössauflage. Es gibt nur zwei 500 Liter Fässer von diesem ersten GG. Schon die Nase strahlt eine unheimliche Tiefe und Komplexität aus – wow, man fühlt sich hier echt ins Burgund versetzt bei all dieser seidigen Eleganz und Finesse! Schwarze Frucht, Zwetschge, Lakritz, Schlehe, Brombeere, Schwarzkirsche, dazu erdige Würze, ganz dezent Tabak, dunkle Schokolade. Wie in einem Orchester spielen hier alle Aromen in perfekt aufeinander abgestimmter Art und Weise zusammen. Bei Mundeintritt dominiert dann auch die dunkle, reife Kirsche gespickt mit Noten von Himbeere und Schlehe. Total fein und seidig! Hier kommt jetzt auch etwas Walderdbeere dazu. Tannine und Säure in großartiger Balance, der Wein wirkt zu keinem Zeitpunk karg, hat immer Fleisch und Saftigkeit im Kern. Einfach köstlich hedonistisch, aber durchaus mit Anspruch und entsprechender Länge und Tiefe. Feine Vibration und kalkig-salzige Mineralität hallen noch nach. Dabei besitzt er das für Alex Laible typische »Lecker-Gen«. Tolles Debüt!