Yann Durieux, langjähriger Winemaker der Domaine Prieuré-Roch, ist ein Kult-Winzer der Naturwein-Szene. Seine Weine sind extrem rar und weltweit gesucht. Die Domaine umfasst nur rund 3 Hektar. Ein ganz eigener, völlig naturbelassener Stil. Manon stammt aus einer winzigen Einzellage in den Hautes-Côtes de Nuits, die Yann trotz der geringen Menge separat ausbaut, weil der Wein so einzigartig ist. Man muss sich von den holzbeladenen Kraftmeiern des Burgunds verabschieden und auf diesen sehr filigranen, kristallinen und puristischen Stil von Yann einlassen, um zu verstehen, wie grandios diese Weine sind. Sie glänzen durch aromatische Länge und eine wilde, naturbelassene Substanz, sind dabei sehr fragil und doch hochkomplex mit genug Zeit und Luft. Es ist ein Stil so nah wie möglich an der Traube, den man eher im Jura als in den Top-Lagen des Burgunds vermuten würde. Mit etwas Luft entfalten sich Aromen von reifer Quitte, getrockneten Aprikosen, Salzzitronen und einem Hauch von Akazienhonig, untermalt von wilden weißen Blüten. Der Antritt ist elektrisierend. Eine laserartige Säure schneidet durch die enorme Konzentration des Jahrgangs 2022. Der Wein hat eine physische Präsenz, salzig und extraktreich. Er vibriert förmlich auf der Zunge und hinterlässt ein Gefühl von kühlem Kalkstein und herber Frische. Intensiv und fordernd. Der Nachhall ist geprägt von einer feinen Bitternis aus Grapefruitzesten. Auf eigenwillige Art hat der Wein einen Hang zur Größe, wird aber leider in verschwindend geringen Mengen produziert.