Lobenberg: 100% Spätburgunder aus einer über 50 Jahre alten Parzelle im Engelsberg, dessen Mostgewichte 2021 niedrig lagen, aber genau das hat die Tür geöffnet für einen sehnigen, elektrischen Schaumwein. Leichte Mazeration, kräftige Farbe, dann ein Jahr im großen Fass – ein ernsthafter, charaktervoller Roségrundwein. 2022 in die Flasche gefüllt, im Herbst 2025 degorgiert. Ein Sekt, der seinem Namensgeber, Sohn Nikolaus, gewidmet ist – verspielt, aber mit Tiefe. Die Nase ist glockenklar und aromatisch unglaublich fein: Himbeerblatt, Walderdbeere, Johannisbeerkonfit, ein Hauch Rhabarber und Blutorange. Dazu eine feine, warme Hefeprägung – Briochekrume, etwas Hefezopf –, aber sehr dezent. Leichte würzige Akzente: zerstoßener pinker Pfeffer, Lavendelstängel, ein Hauch Eisen vom vulkanischen Untergrund des Engelsbergs. Der Gaumen setzt auf Saftigkeit und Brillanz: kühle rote Beeren, Cranberry, Schlehenfrische, dazu eine straff mineralische, leicht eisenhaltige Note – typisch Engelsberg und wunderbar erkennbar. Die Säure glockenklar, die Perlage fein, seidig, tragend. Keine Breite, nur Zug. Die Fassreife gibt einen winzigen Schmelz und ein sanftes Tannin, das den Sekt unheimlich charakterstark macht. Der Nachhall ist salzig, rotbeerig, pikant und hellwürzig – unglaublich trinkanimierend und erstaunlich ernsthaft für ein Erstlingswerk. Ein brillanter, eigenständiger Rosé-Sekt mit Kaiserstuhl-Charakter, vibrierender Mineralität und zarter Energie. Ein echtes Statement – und ein wunderschönes Geschenk an Nikolaus.