Mit demselben Aufwand selektiert und ausgebaut wie die GGs. Im großen Holz spontan vergoren. Der Steingehalt im Boden macht hier den Unterschied. Hier gibt es schon deutlich mehr Blauschiefer und Quarzit. Das Material stammt überwiegend aus der Ersten Lage Monzinger Niederberg und der Großen Lage Halenberg, wobei der Niederberg stark überwiegt. Daher hat er auch diese chablis-artige Mineralität. Das ist auch im warmen 2025 ein fokussierter, unbeirrt geradeaus laufender Riesling. Die Reben sind in einem schönen Alter, geben keine riesigen Erträge mehr, vor allem nicht auf dem kargen Boden. In der Nase weiße und schwarze Johannisbeere, süße Minznoten, Apfelblüten. Er hat ähnlich wie 2015 diese Kombination aus Vollreife und reifer Säurefrische. Wir also also schon klar in dieser dunklen, sehr mineralischen Blauschiefer-Auslegung, wie sie auch der Halenberg hat. Ich mag diesen rauchigen Steincharakter sehr, das ist ein bisschen wie ein Baby-Halenberg, dabei ist davon ja nur sehr wenig drin. Das ist immer der erste Wein, der einen richtig deutlichen Bodenausdruck zeigt in Schönlebers Kollektion. Ein stahliger Nahe-Riesling, der einem Chablis mehr als Konkurrenz macht.