Philipp Wittmann: »Von der Güte der Trauben war 2025 so ziemlich am Maximum, was ich den Weinbergen aktuell zutrauen würde. Das war schon alles sehr nah am Optimum.« Die Erträge sind relativ klein, vor allem die Saftausbeute war deutlich geringer als erwartet. Entsprechend konzentriert sind die Weine, weil eben auch die Wasserversorgung gut war über den Sommer. Die Extrake sind hoch, die Trauben haben absolute Vollreife erzielt. Laut Philipp Wittmann kann das ein ganz großes Ding werden, aber die Zeit wird es zeigen. Die Lese begann am 2. September, innerhalb von 19 Tagen war dann die gesamte Ernte eingeholt. Bei Wittmann konnte bei überwiegend bestem Wetter nahezu alles reinholen, bevor der größere Regen einsetzte. Das hat Wittmann quasi nicht betroffen. Die Reben stehen in allen Großen Lagen von Philipp Wittmann, alles Kalkstein und alles Hanglagen wie Morstein und Co, zudem auch Gundersheim. Das ist der Gutswein-Plus aus noch hochwertigeren Lagen. Er ist auch mit einem DIAM-Korken verschlossen ab 2022, weil es zwar unter Gutswein läuft, aber durchaus einige Jahre der Reife verträgt und manchmal sogar braucht. Philipp möchte ihm die Reife unter Kork ermöglichen. Man spürt die hohe Reife aus den Großen Lagen. Das ist der Zwischenschritt zu den Lagenweinen, weil man hier für rund 20€ einen in diesem Preisbereich wirklich herausragenden Kalkstein-Riesling bekommt. 2025 ist druckvoll, intensiv, da ist verdammt viel Musik drin. Schmelzige Mirabelle, Kreide, Augustapfel, hell und kristallklar. Er baut sich am Gaumen auf, zieht richtig schön in die Länge mit geschmeidigem Druck, wieder kreidig, salzig, zitronig, hochfein geschliffen. Das ist sowohl in Sachen Anspruch an den Trinkenden als auch handwerklich ein Mega-Stoff, der weit über seiner Klasse boxt. Vor allem in einem near-perfect Jahr wie 2025 bei Wittmann, ist das ein atemberaubender Riesling in seiner Klasse.